Korruptionsaffäre: Beging Siemens-Mitarbeiter Selbstmord?

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Er fuhr in München mit 120 Stundenkilometern und unangeschnallt gegen einen Baum.

Der dreifache Familienvater starb am Unfallort. Die Polizei untersuchte den Unfallwagen, fand aber keine Hinweise auf Manipulationen am Fahrzeug und auch keinen Abschiedsbrief. Einem Münchner Nachrichtenmagazin zufolge sieht die Kriminalpolizei jedoch Anhaltspunkte für einen Selbstmord.

Der Kamikaze-Fahrer war als langjähriger Vertriebsmitarbeiter der Siemens-Kommunikationssparte in Russland tätig gewesen. Er war sowohl durch Unterlagen als auch durch einen Zeugen im Verfahren um die schwarzen Kassen seiner Firma belastet worden.

Vom Siemens-Aufsichtsratsvorsitzenden Heinrich von Pierer hingegen ist derzeit zu lesen, dass er Siemens trotz des Finanzskandals auf einem guten Weg sieht. In einem Interview, das am Montag in einem Hamburger Nachrichtenmagazin erscheinen soll, gibt er Sätze von sich wie die:

“Wir stärken unser Geschäft und schaffen Wert. Das ist das beste Rezept.” (bk)

Focus (Vorausbericht)