Abhörskandal: 76 Millionen € Geldstrafe für Vodafone

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Über Vodafone waren die Mobiltelefone führender griechischer Politiker einschließlich des Premierministers abgehört worden.

Wirklich aufgeklärt werden konnte die Affäre jedoch nie. Vodafone hatte zwar die Überwachung schließlich selbst gemeldet, vorher jedoch die illegale Software aus dem System entfernt. Dadurch konnte nicht mehr ermittelt werden, wer die Überwachung von rund 100 Personen zur Zeit der Olympischen Spiele in Athen 2004 angeordnet und durchgeführt hatte.

Ein Netzwerkplaner von Vodafone beging Selbstmord, und auch dieser wurde nie aufgeklärt. Ein Ankläger beim obersten griechischen Gericht stellte jedoch fest, dass der Tod in direktem Zusammenhang mit dem Spionageskandal stand. Überwacht worden war unter anderem auch ein Vetreter der US-Botschaft.

Die Geldstrafe wurde jetzt von der griechischen Datenschutzbehörde IISA (Independent Information Security Authority) festgelegt – nicht wegen der Überwachung selbst, sondern weil Vodafone die Aufklärung verhindert hatte. (Theo Valich/bk)

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