Supercomputer Albert2 kann die Cores verdoppeln

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Fans von Formel-1-Rennen, die sich als Journalisten tarnten, konnten heute Albert2 bewundern, der vom BMW-Sauber-F1-Team vorgestellt wurde.

Bei diesem denkwürdigen Ereignis enthüllte Supercomputer-Macher Dalco, dass die verwendeten Intel-Prozessoren hot-swappable sind und problemlos im Betrieb gegen Quadcores ausgetauscht werden können – Boxenstopp mit Motorwechsel, um bei der Formel-1-Berichterstattung zu bleiben.

Der vorgestellte “High Performance Cluster” (HPC) wurde mit Intels Dualcore-Prozessoren vom Typ Woodcrest gebaut. Und zwar einfach deshalb, weil die auf dem Markt verfügbar waren, als der superschnelle Rechner entwickelt wurde.

Franklin Dallman von Dalco führte aus, dass die Intel-Quadcore-Prozessoren pinkompatibel zu den Hauptplatinen sind. Der laufende Austausch von Alberts 512 Prozessoren, einer nach dem anderen, wäre also möglich.

Die große Frage bleibt, ob es das wert wäre. Dallman gab unumwunden zu, dass seine Firma noch keinen Austausch versucht hat. Er hat daher keine Ahnung, ob Prinz Albert nach einer solchen Umrüstung doppelt so schnell rennen würde.

Wir konnten unlängst vom experimentellen Austausch von Dualcores durch Quadcores in einem Mac Pro berichten. Die Ergebnisse geben Anlass, den möglichen Geschwindigkeitsgewinn eher vorsichtig einzuschätzen. (Tony Dennis aus Genf/bk)

Update:
Hier hat der britische Kollege wohl etwas in den falschen Hals bekommen. Der Cluster Albert2 basiert auf herkömmlichen Dual-Prozessor-Mainboards von Intel mit 5000P-Chipsatz. Ein Wechsel des Prozessors bei laufendem Betrieb ist damit natürlich nicht möglich, dafür müssen die einzelnen Nodes heruntergefahren werden. Die Mainboards unterstützen neben den Woodcrest-Xeons mit zwei Kernen auch die Xeons der 5300er-Serie (Clovertown). Ein einfacher Ersatz der Dual- durch Quad-Core-CPUs ist eher wegen der Infrastruktur kompliziert: So muss geklärt werden, ob die Bandbreite des Quadrics-Netzwerks, das die einzelnen Nodes des Dalco-Clusters verbindet, für die doppelte Anzahl an Prozessorkernen ausreicht. Zudem gibt es noch das Problem der höheren Leistungsaufnahme der Quad-Core-CPUs (120 Watt statt 80 Watt), die das Kühlsystem von APC bewältigen müsste. Denn in Albert2 laufen alle CPUs idealerweise permanent mit 100 Prozent CPU-Last. (kla)

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