Skandal in der LCD-Industrie zieht weitere Kreise

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Eine Internationale Kommission beschuldigt 10 LCD-Unternehmen des Preiskartells. Ihnen wird vorgeworfen, zwischen 2003 und 2004 Preise für LCD-Monitore abgesprochen zu haben.

Nachdem gegen LG Phillips, Hersteller von LCD-Panels, bereits eine Untersuchung wegen illegaler Preisabsprachen eingeleitet wurde, weitet sich der Skandal nun aus: Amerikanische, südkoreanische, japanische und europäische Behörden ermitteln gegen zehn führende Firmen in der LCD-Industrie. In die Untersuchung sind angeblich in Japan Hitachi, IPS Alpha, NEC, Seiko, Sharp und Toshiba verstrickt. In Taiwan ist AU Optronics involviert und in Korea LG Philips und Marktführer Samsung, meldete die japanische Zeitung Yomiuri Shimbun. Und auch Sharp USA könnte betroffen sein – Angestellte von Sharp berichteten gegenüber dem Blatt, dass eine Vorladung eingegangen wäre.

Yomiuri Shimbun zufolge wird den LCD-Herstellern konspiratives Vorgehen vorgeworfen. Angeblich versuchten sie einen Preisverfall bei LCD-Panels zu verhindern. Hier stellt sich natürlich die Frage, wie eine solch breit angelegte “Verschwörung” erfolgreich sein konnte.

Gegenüber dem Newsservice Yonhap News teilte ein Börsenspezialist mit, diese Untersuchung könne sich bis zu vier Jahre lang hinziehen, bevor die Beweislage endgültig sei und ein Gerichtsverfahren eingeleitet werden könne. Aber nachdem der Schaden für Koreanische Firmen aufgrund der Preisabsprachen bei DRAMs erst kürzlich offenbar wurde, dürfte jeder der LCD-Hersteller mit Geldstrafen zwischen 522 Millionen US-Dollar und 1.03 Billion US-Dollar rechnen. (bwi)

Autor: BrittaW
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