Kamera-Handys per Funk abschaltbar

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Industriespionage wird wieder schwieriger: Führende Mobilfunkanbieter installieren ein System, mit dem sich Mobiltelefon-Kameras drahtlos deaktivieren lassen.

Die Software kommt von Mformation, zu den Kunden gehören bereits Telefonica, Vodafone, T-Mobile, Cingular und Rogers.

Das System kann im Prinzip jede Anwendung abschalten (oder anschalten), die innerhalb des Mobiltelefons läuft. Dazu gehört die Kamerafunktion ebenso wie das Versenden von Bildern (MMS), Bluetooth und WiFi.

Ein wesentlicher Vorteil für Firmen, für die mit einem Kamerahandy gemachte Schnappschüsse eine echte Gefahr darstellen, besteht darin, dass die regulären Mitarbeiter nicht mehr ihre Mobiltelefone am Eingang abgeben müssen. Das mobile Netzwerk erkennt den Aufenthaltsort des Mitarbeiters und deaktiviert die Kamerafunktion vorübergehend mit einer Over-the-Air-Nachricht (OTA).

Umgekehrt geht es auch. Firmen könnten zum Beispiel die WiFi-Fähigkeit in Smartphones nutzen (und richtig konfigurieren) wollen. So ließe sich – wenn man einmal im Gebäude ist – das Handy des Mitarbeiters automatisch auf VoIP anstelle regulärer Mobilfunkverbindungen umstellen.

Die Software kann sich tief in die Fähigkeiten des Mobiltelefons hineinwühlen – bis hin zum Blockieren bestimmter Inhalte. Diese Funktion könnte eingesetzt werden, um Nutzer am Download von Spielen auf firmeneigene Geräte zu hindern. Den Mitarbeitern könnte damit vielleicht sogar verwehrt werden, sich die aktuellen Bundesliga-Ergebnisse zu holen und damit wertvolle bezahlte Arbeitszeit zu verschwenden … (Tony Dennis/bk)

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