MySpace sperrt Sex-Täter aus

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Das Lifestyle-Portal MySpace will in den USA seine Community vor Sex-Tätern schützen. Mitgliederprofile werden mit einer Datenbank abgeglichen.

Sexualstraftäter sollen in den USA ihr Unwesen nicht mehr in Lifestyle-Communities wie MySpace treiben können. Dazu arbeitet das Web-Portal mit Sentinel Tech Holding Corp. zusammen. Sentinel will in den USA eine Datenbank behördlich registrierter Sexualstraftäter mit insgesamt 550 000 Einträgen aufbauen. Die Einträge werden mit den Mitgliederprofilen abgeglichen und registrierte Sex-Verbrecher dann daran gehindert, die Community zu betreten. “24 Stunden am Tag” sollen Mitarbeiter des Portals nach Namen von Sittenstrolchen suchen und deren Profile aus der Community entfernen.

“Wir sind fest entschlossen, Sex-Täter draußen zu halten”, sagt Hemanshu Nigam, Chief Security Officer von MySpace und ehemaliger Rechtsanwalt beim US-Justizministerium. Nigam wacht seit April 2006 bei MySpace über das Treiben der Community-Mitglieder.

Schon zuvor hatte sich MySpace in den USA dafür stark gemacht, dass rechtskräftig verurteilte Sexualstraftäter (“sexual offenders”) dazu verpflichtet werden, ihre Mailadressen bei Behörden registrieren zu lassen.

Als einer der Vorreiter der Social-Networking-Communitys ist MySpace peinlich darauf bedacht, das saubere und familientaugliche Image nicht durch Schmuddel-Inhalte oder Sex-Skandale zu trüben.
MySpace gehört zu Fox Interactive Media Inc., einer Tochter der australischen Mediengiganten News Corp. Deren Gründer wiederum ist der Medien-Tycoon Rupert Murdoch. (mto)

Bild: 2006 JupiterImages Corporation

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