Open-Source-Boom in Asien

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70 Prozent der Software-Entwickler in Asien setzten freie Anwendungen mit offenem Quellcode ein. Das ist ein Zuwachs um 40 Prozent in nur drei Jahren.

Diese und weitere Zahlen gehen aus einem neuen Bericht der Evans Data Corporation hervor. Grundlage ist eine Befragung unter 396 Software-Entwicklern im asiatisch-pafizischen Raum einschließlich China, Indien, Japan, Australien und Neuseeland. Eta 70 Prozent der Befragten erklärten, dass sie Open-Source-Module in ihren Anwendungen einsetzen. 19 Prozent taten das nicht, während es 10 Prozent offenbar nicht so genau wussten. In der letzten Umfrage im Jahr 2003 hatten nur 50 Prozent Open Source eingesetzt.

asia.os.jpg Zu den Anwendern gehören auch die Entwickler Linux-basierter Mobiltelefone. So etwa der taiwanesische Software-Entwickler Cyberlink, der kürzlich mit Compal an einem TV-Handy auf der Grundlage von Linux arbeitete. Liu JiTang, Vizechef des chinesischen Mobiltelefon-Herstellers Datang Mobile:

“Die richtigen Mitspieler sind alle dabei, Linux zu einer Schlüsselkomponente für alle mobilen Geräte zu machen, und wir wollen mit dabei sein, um diese Erfolge zu erreichen.”

Und weil es so schön ist, noch ein paar Zahlen: Der Anteil der weltweiten Server, die mit Linux laufen, wird sich von 2005 bis 2007 von 24 auf 33 Prozent erhöhen, wie die Marktforschungsfirma IDC ermittelte. Linux soll auch seinen bislang schmalen Anteil am Desktop-Markt von 2005 (drei Prozent) bis 2007 auf 6 Prozent verdoppeln. Der globale Markt für Linux-Hardware und Software erhöht sich jährlich steil um 26 Prozent, wie Analysten schätzen. (Simon Burns in Taipei/bk)

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