Malaysia beschildert Autos mit RFID

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Mit Mikrochips in den Nummernschildern will Malaysia Autodiebstähle verhindern. Polizisten können die Daten an einer Straßenkreuzung mit einem Handscanner auslesen.

Die Lokalpresse bezeichnet es als MyKad für Autos. MyKad wäre der Alptraum eines jeden Datenschützers, von denen es in dem südostasiatischen Tigerstaat keine zu geben scheint – und würde gewiss auch deutsche Innenminister von Schily bis Schäuble in höchsten Maße entzücken. Die multifunktionale Ausweiskarte MyKad enthält biometrische Daten sowie Daten über Gesundheit, Bildung, Religon und Rassenzughörigkeit. Sie soll zugleich als Führerschein, Mautkarte und Kreditkarte dienen. Seit März 2003 bekommen sogar neugeborene Babies eine Variante namens MyKid.

Weil täglich 30 Autos im Land gestohlen werden, überwiegend Luxuskarossen, sind jetzt also auch noch die Autos dran. Das System heißt E-Plate und wurde bereits in Japan erprobt. Die Mikrochips sollen manipulationssicher in Nummernschilder eingelassen werden. Die wiederum dürfen nur von staatlich autorisierten Mechanikern – am Fahrzeug versiegelt – montiert werden. Die Mikrochips halten für die behördlichen Scanner im Vorbeifahren Einzelheiten über den Fahrer und das Fahrzeug bereit. (Nick Farrell/bk)

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