Weltmeister bei Hotspots

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Bei der Versorgung mit Hotspots liegt Deutschland gleichauf mit den USA. Doch am besten sind Briten und Iren versorgt.

Großbritannien und Irland haben die höchste Dichte an öffentlichen Internet-Funkzugängen. Dies steht in einem Bericht des britischen Büros für Kommunikation (Ofcom). Zwar befindet sich mit 26 000 WLAN-Zugängen ein Viertel der weltweit installierten Hotspots in den USA. Doch auf die Bevölkerungszahl umgerechnet, liegen die Briten vorne. Während in den Vereinigten Staaten auf 100 000 Einwohner knapp 9 Zugänge kommen, sind es in Großbritannien mit 18 doppelt so viele.

Das EU-Land mit der geringsten Hotspot-Dichte ist gemäss dieser Untersuchung Italien mit 3 Zugängen pro 100 000 Einwohner. Deutschland steht in diesem Punkt auf Augenhöhe mit den USA. Hier gibt es laut dem 221 Seiten umfassenden Bericht des Ofcom bundesweit 8200 öffentliche Funkzugänge.

Eine überraschend niedrige Dichte verzeichnen die technikverliebten Japaner. Mit nur 5,3 Hotspots je 100 000 Einwohner hinkt der Inselstaat weit hinter den meisten europäischen Ländern her. Laut Ofcom könnte die große Verbreitung von Breitband-Mobiltelefonen der Grund hierfür sein. In Japan gibt es 30 Millionen Handys mit schnellem Datenfunk. Das sind drei Mal so viele wie im europäischen Handy-Paradies Italien.

Der Bericht weist große regionale Unterschiede bei der Nutzung von WLAN aus. Ebenfalls wird klar, dass Breitband-Mobilfunk in Asien eine schärfere Konkurrenz zu öffentlichen Hotspots darstellt als in Europa. Die Ofcom-Experten gehen deshalb davon aus, dass WLAN in China, wo die Internetnutzung heute am schnellsten zunimmt, eine kleiner Rolle spielen wird als UMTS und andere Breitband-Mobilnetze. (dbm/mto)

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