INQUIRER erwischt wunde Punkte (8b) – Killerspiele III + IV

Allgemein

Leserbriefe

“Ob die Polizisten wirklich so blöd sind?”

Zum Beitrag: Als “Amokläufer” gesuchter Schüler tot

“Die Medien pushen, die Eltern huschen… und Politiker verurteilen, ohne zu wissen. Panik bricht aus, viele schalten ihre Lichter aus.
Die ganze Sache ist doch ein schlechter Witz.”
– von Mr.Down

“Ach diese Killerspieldiskussionen sind doch immer wieder lustig, oder? Und das, wo hierzulande ja nicht einmal die brutalsten Spiele herauskommen. Extrem makabre Gewaltspiele wie “Postal 2″ sind in Deutschland gar nicht zu haben oder werden geschnitten oder sonstwie verändert.
Entschuldigung, aber Deutschland hat derzeit ganz andere Probleme als sich über so etwas zu streiten …
Aber klar, die Idee, Killerspiele zu verbieten, musste ja aus Bayern kommen. Da kommen alle politischen Gedankenfürze her…”
– von Overkiller

“Es ist das alte Spiel: Gruftis versus Veränderung. In der letzten Generation gehörten die Beatles und Miniröcke verboten und heute halt neue Medien. Die Presse freut sich über Auflagen/Klicks und die Politiker freuen sich, weil sie mal wieder ihre Fresse ins Fernsehen bekommen.
Und ich freue mich, weil ich mal wieder anbringen kann, das Leute Amok laufen, wenn sie von ihrer Umwelt zu sehr gef*** wurden. In einer Zeit, in der der Weg für Individualisten Richtung Harz IV und Reichsarbeitsdienst… äh 1-Euro-Jobs vorprogrammiert ist, läuft halt das Fass bei einigen über. Demnächst wird bestimmt ein über Dreißigjähriger Amok laufen, der nur Amok läuft, weil er sein ganzes Leben Brot gegessen (oder Tetris gespielt) hat.
– von Mind
“[…]Die Medien pushen, die Eltern huschen… Politiker verurteilen, ohne zu wissen. Panik bricht aus, viele schalten ihre Lichter aus[…]”
Besser kann man es glaube ich nicht ausdrücken. Wetten, dass in spätestens fünf Monaten keiner mehr darüber spricht?”
– von Viktor

“Als ich heute morgen zur Schule kam, waren alle Tore verschlossen und überall standen Polizisten. An der Sprechanlage musste ich viele Fragen beantworten, u.a. ob ich einen Internetzugang und “IRGENDWAS” vorhätte. Das ist schon ziemlich crazy. Alle Schultaschen wurden durchsucht und im klassenzimmer angekommen schlossen die Lehrer von Innen die Türen ab. Die Eltern mussten ihre Kinder von der Schule abholen. Arme Leute, die so psychisch krank sind und so etwas anzetteln.. Der tote ‘Amokläufer’ tut mir eigentlich leid.”
– von Tyra

“Also ich finde es auch etwas übertrieben, dass die Leute so viel Panik machen. Viele Schüler haben deswegen so viel Angst gehabt, dass sie weinen mussten und nach Hause wollten! Ich finde es ist sehr unlogisch, so viel Panik zu machen. Nur wegen einer Person, die behauptet, Amok laufen zu wollen.”
– von Vendetta

“Kann Mind nur beipflichten, wobei ich bei ihm nicht glaube, dass er aus ärmlichen Verhältnissen kommt. Komisch, man weiß nix über den Menschen zu berichten, aber dass er Gewaltspiele bevorzugt hat, weiß die Presse sofort. Diese sollte sich mal konstruktiv und ehrlich mit dem Thema auseinander setzen und nicht bloß die Meldung einer anderen fragwürdigen Quelle weitergeben.”
– von Dario

“Ich zitiere: “Er sei ein Fan von Killerspielen und introvertierter Einzelgänger”. Was von beiden ist wohl der ausschlaggebende Punkt???”
– von MrBusty

“Was mich an dieser ganzen Diskusion am meisten stört: Leute, die in meinen Augen keine oder nur wenig Ahnung haben bzw. mangelnde Sachkenntnis besitzen, sind jene, die am lautesten schreien und meist nicht wissen, worum es in den meisten der Spiele überhaupt geht.”
– von JumpingJakk

“Könnte man nicht Herrn Beckstein verbieten? Dessen Forderung, Herstellung, Vertrieb und Besitz von Killerspielen unter Strafe zu stellen, führt doch dazu, dass die Hersteller und ihre Arbeitsplätze ins Ausland verlagert werden.”
– von JumpingJakk

“Ich habe bis heute noch in keiner Zeitung gelesen, was der Amokläufer sonst noch für Probleme hatte. […] Ich meine, die Politiker sind nicht fähig, sinnvoll mit der Situation umzugehen. Außer, den Mund aufzureißen. Die Gesetzeshüter werden enorme Probleme bekommen, ein Spieleverbot durchzusetzen.
Und das Schlimmste ist: der wirkliche Verlierer der ganzen Sache hat sich eine Kugel durch den Kopf gejagt und kein Schwein interessiert sich dafür, warum. Mein Beileid.
– von Atonkel

“Hoffentlich wird die Abgabe von Waffen und Patronen, so wie schon vor vier Jahren gefordert, endlich mal angepackt.
Menschen können in einem Schützenverein sein und das ist okay. Sind sie aber auch noch Videospieler, interessiert es auf einmal nicht mehr, dass sie die Patronen im Schützenverein gekauft haben und damit rausgelaufen sind, um Amok zu laufen.”
– von Chilli

“So langsam denke ich, dass die Medien am meisten Schuld haben. Der ganze Wirbel und die vielen Berichte lassen viele Nachahmer heranreifen. Amoklauf in der Schule wird in den Spielen wohl kaum suggeriert, aber in den Medien wird es ständig “geboten”.
– von Roland

Zum Beitrag: Nach der Amok-Hysterie kommt langsam die Ernüchterung

“Er habe zwar, so die Polizei, online an Spielen wie Counter Strike teilgenommen, doch keine Spiele dieser Art auf seinem Rechner gehabt. Inzwischen ist von einem “virtuellen Amokläufer” die Rede.” ….?!?
– von narf

“Ich habe mich auch über den Satz gewundert. Ich frage mich, ob die Polizisten wirklich so blöd sind, und glauben, dass man Online-Spiele wie Counter Strike mit dem Browser spielt?”
– von dork

An narf und dork: “Laut Bericht des Südwestrundfunks lautete die offizielle Auskunft der Polizei: Der 18-Jährige aus Meißenheim, der sich mit der Pistole seines Großvaters selbst getötet hatte, ist nicht der Verfasser der Drohung. Die Auswertung des Computers des Schülers habe keine Hinweise auf eine mögliche Gewalttat ergeben. Zwar gab es Hinweise darauf, dass er im Internet bei umstrittenen Spielen wie Counter Strike mitgemacht hat, auf seinem Rechner fanden sich aber keine derartigen Spiele.”
Das heißt wohl im Klartext, da war gar nichts dahinter und nur hysterische Erfindung – daher “virtueller Amokläufer”.
– von bk

“Zitat: “…dass er im Internet bei umstrittenen Spielen wie Counter Strike mitgemacht hat, auf seinem Rechner fanden sich aber keine derartigen Spiele.” Das ergibt einfach keinen Sinn. […] Was mir jetzt viel mehr Sorgen macht, dass sich erste Mörder auch in Deutschland darauf beziehen, dass die Killerspiele Schuld seienAnmerkung der Redaktion: “Da der INQUIRER ein Portal mit Namens- und Meinungsbeiträgen ist, herrscht in den Artikeln (und Kommentaren) ein lockerer Ton voller Ironie und Sarkasmus. Auch Parodie oder Satire sind an der Tagesordnung. Presserechtlich sollen Leser daher alle Inquirer-Beiträge als Kommentar auffassen – und nicht als Nachricht im klassischen Sinne.”

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