Das Parfüm aus dem Internet

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Eine skurrile Idee, aber ernst gemeint: Ein japanischer Konzern will das Internet in eine Duftmaschine verwandeln.

Der grösste japanische Mobilfunkbetreiber, NTT DoCoMo, will das Internet zum Transport von Düften einsetzen. Eine entsprechende Ankündigung machte das Unternehmen während der Telekommunikations-Fachmesse ITU Telecom in Hongkong.

Firmen, Hotels und Kaufhäuser sollen netzwerkfähige Aroma-Dispenser kaufen und aufstellen. Diese Geräte sind mit den Rohstoffen befüllt, aus denen anschließend vielerlei Gerüche gemischt werden können. Nutzer sollen die gewünschte Duftnote über ein Webportal auswählen. NTT sendet anschließend die passenden Steuer- und Mixturbefehle übers Web.
Bei der ITU Telecom zeigte der Netzanbieter eine funktionierende Demo-Installation des geplanten Systems. Ein einzelner Dispenser soll um 400 Euro kosten.

Einen Einführungstermin für den webbasierten Aroma-Dispenser hat NTT DoCoMo bisher nicht genannt.
Die Idee, Gerüche per Internet zu transportieren, ist nicht neu. Bereits Ende der neunziger Jahre wollte die US-Firma DigiScents eine solche Technik auf den Markt bringen. Forsch kündigte die von zwei Biomedizinern geleitete Firma damals die ?Revolution der Sinne? an. Partner sollte RealNetworks werden, der Hersteller der verbreiteten Streaming-Software Real Player. Doch die hochfliegenden Plänen waren schnell verduftet. Zwar existiert die Website von DigiScents weiterhin, doch sie bietet keine Produkte an und wird wenig besucht (dbm/mto)

(Bild: 2006 JupiterImages Corporation)

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