Bischof Huber: Wer “Killerspiele” nicht verbietet, legitimiert sie

Allgemein

Selbst der moderate Sowohl-als-auch-Prediger und evangelische Bischof von Berlin-Brandenburg ruft jetzt nach Verboten. Und sagt dann, dass es eigentlich Quatsch ist.

Die bischöfliche Argumentation ist wie üblich ein bißchem wenn-aber, damit auch alle was davon haben. Einerseits erklärte er der “Hannoverschen Allgemeinen Zeitung:

“Aber man darf keine übertriebenen Vorstellungen von den praktischen Auswirkungen eines solchen Verbots haben.”

Andererseits trage ein Nicht-Verbot immer auch den Charakter von Legitimation mit sich, mäandert der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland.

Legitimation? Wir wir Bildungsbürger wissen, leitet sich Legitimation vom lateinischen lex = Gesetz ab. Brauchen wir ein gesetzliches Verbot, weil das Nicht-Verbot bereits so etwas wie ein Gesetz ist?

Der Rest der Predigt ist wieder ganz vernünftig: Erwachsene müssten die Bereitschaft mitbringen, an der Welt der Jugendlichen teilzunehmen. (bk)

Tagesspiegel