Aktivierung von Vista geknackt

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Ärgerlich für Microsoft: Kaum ist die Vista-Version für Geschäftskunden fertig, tauchen die ersten Cracks auf.

Der Aktivierungsmechanismus für Windows Vista in Firmen ist offenbar bereits geknackt. Nach Online-Berichten ist in Tauschnetzwerken ein virtueller Windows-Server mit dem Key Management Service (KMS) von Microsoft erhältlich. Dieser Schlüsseldienst aktiviert in Unternehmen die Business- und Enterprise-Versionen von Windows Vista. PCpro hat in Cracker-Foren bereits Links zu einen VMware-Image des Windows-Servers gefunden. Zudem gibt es erste Erfolgsmeldungen von Usern, bei denen der virtuelle Aktivierungs-Server angeblich bereits läuft.
Für den Piratenserver lassen sich auch kostenlose Virtualisierungsprogramme wie etwa der VMware Player missbrauchen.

Vista Business und Vista Enterprise müssen nach jeweils 180 Tagen aktiviert werden. Geschieht das nicht innerhalb von 30 Tagen, schaltet das Betriebssystem die meisten Funktionen ab. Die Arbeit mit einem solchen PC ist erst dann wieder möglich, wenn der KMS-Server eine Lizenzprüfung erfolgreich durchgeführt hat.

Doch mit dem jetzt aufgetauchten virtuellen KMS könnten Firmen mit mindestens 25 Vista-Arbeitsplätzen und ausreichend krimineller Energie die Aktivierung der genannten Vista-Editionen ohne Kontaktaufnahme mit Microsoft-Servern erledigen. So könnten sie beliebig viele Vista-Arbeitsstationen auch ohne gültige Lizenzen immer wieder neu aktivieren.

Peinlich für Microsoft ist, dass der KMS noch gar nicht veröffentlicht ist. Das Unternehmen kann gegen den Piratenserver keine technischen Massnahmen ergreifen. Denn dieser macht eine Kontaktaufnahme zu den Prüfservern des Konzerns unnötig. Den Software-Konzern hat die Attacke wohl auf dem falschen Fuß erwischt. Ein Microsoft-Sprecher erklärt gegenüber PC Professionell lediglich, das Problem werde untersucht und Gegenmaßnahmen vorbereitet. (dbm/mto)