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Downgrade statt Upgrade
Böse Falle bei MP3-Playern

Firmware-Upgrades bei MP3-Playern bringen häufig Ärger mit dem Digital Rights Management. Für den Anwender gibt es aber einen Ausweg: Downgrades.

Der MP3-Player bleibt stumm

Downgrade statt Upgrade

Updates machen alles besser. Weniger Bugs, mehr Funktionen und bessere Performance. Doch wer sich auf dieses vermeintliche Grundprinzip verlässt, tappt mitunter in eine böse Falle. Jüngstes Beispiel: MP3-Player. Sie werden gehegt und gepflegt, die Firmware liebevoll auf den neuesten Stand gebracht. Doch durch das Firmware-Upgrade werden die schicken Musikzwerge schnell bockig. Statt mehr Funktionen und besserer Leistung werden Rechte eingeschränkt und Features abgeschaltet.

Die neue Firmware bringt in der Regel Kompatibilität zum Microsoft Media Player und dessen komfortabler Bedienoberfläche. Gleichzeitig wird auch das Digital Rights Managament aktualisiert. Damit beginnen die Probleme. Plötzlich bleibt der Player stumm, wenn er die MP3-Compilation abspielen soll, die der Anwender aus seinen Musik-CDs aufgebaut hat. MP3s ohne DRM mag das Gerät jetzt nicht mehr. Oft läuft auch die Verwaltungssoftware des Herstellers auf dem PC nicht mehr, oder der Player wird nicht mehr als Wechseldatenträger erkannt. Es kommt noch dicker: Manche Player, die über ein FM-Radio mit Aufnahmefunktion verfügen wie der Creative Zen Nano, weigern sich nach dem Upgrade, vom Radio aufzuzeichnen.

Recording abgeschaltet

Ein Brancheninsider, der ungenannt bleiben will, hat den Hauptschuldigen der kundenfeindlichen Firmware-Politik bereits ausgemacht: die Recording Industry Association of America. Seit jeher beobachtet sie das Treiben der Gerätehersteller mit Argusaugen. Um zu verhindern, dass Musikfans die Hits vom Radio aufnehmen, soll sie angeblich Firmen unter Druck setzen, die ein Radio mit Recording-Funktion einbauen. Eine Stellungnahme der RIAA war bis zum Redaktionsschluss nicht zu bekommen.

Hierzulande sind zwar Aufnahmen vom Radio erlaubt. Allerdings sind Geräte und Firmware weltweit gleich. Schaltet ein Hersteller das umstrittene Feature in der aktualisierten Firmware ab, dann sind auch deutsche Nutzer betroffen.

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