Schulexamen nur noch im Faradayschen Käfig?

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Eine für Prüfungen zuständige britische Schulbehörde schlägt Alarm, weil bei einem Viertel aller Examensmogeleien Mobiltelefone im Spiel sind. Sie schlägt drastische Maßnahmen vor.

Um den Prüfungsbetrug zu verhindern, schlägt die Qualifications and Curriculum Agency (QCA) sogar vor, die Prüflinge nur noch in Räume zu setzen, die durch eine Metallverkleidung zu einem Faradayschen Käfig werden. Das Ziel ist dabei, den Handy-Empfang zu blockieren.
Das Amt wollte auch den Einsatz von Handy-Signalblockern empfehlen. Diese Praxis ist jedoch vom britischen Telekom-Regulierer Ofcom strikt untersagt.
Zu den weiteren vorgeschlagenen Maßnahmen gehört es, die Schüler mit Hilfe von Metalldetektoren zu durchsuchen.

“Neue Arten von Handy-blockierender Farbe könnten in Zukunft verfügbar werden”, hofft zudem Professorin Jean Underwood von der Nottingham Trent University, die eine Studie für die QCA durchführte. Darin stellte sich heraus, dass Mobiltelefone eingesetzt wurden, um sich von Freunden per SMS die Prüfungsantworten schicken zu lassen oder durch den Zugang zum Internet im Examen zu mogeln.

Von den 4500 Prüflingen, die im Jahr 2005 wegen Prüfungsbetrugs bestraft wurden, hatten rund 1100 ihre Mobiltelefone mit in den Prüfungsraum geschmuggelt. (Tony Dennis/bk)

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