Polizei erschiesst Playstation-3-Spieler

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Da kommt selbst Bayerns Beckstein nicht mit. In den USA wurde ein Konsolenspieler von einem Einsatzkommando der Polizei erschossen. Polizisten liefen Amok im Namen der Staatsgewalt.

Der 18jährige College-Schüler Peyton Strickland ging zur Tür, als es klopfte. Er öffnete und stand einem schwer bewaffneten Einsatzkommando der örtlichen Polizei gegenüber. Die schossen zuerst und fragten vielleicht später. Sie jagten ihm eine tödliche Kugel in den Kopf und zur Sicherheit noch eine in die Brust. Peytons deutscher Schäferhund “Blaze” bekam auch noch eine tödliche Ladung ab – vielleicht hatte er zu lange Zähne.

Das passierte in einer amerikanischen Ortschaft namens Wilmington, von der wir hoffentlich auch nie wieder hören werden. Mike Rhoton, ein Mitbewohner des erschossenen Schülers, erklärte gegenüber der Lokalzeitung Star News, Strickland wäre möglicherweise mit einem drahtlosen Spiele-Controller seiner Playstation 3 zur Tür gegangen.

Die schwer bewaffneten Cops waren offenbar tatsächlich hinter einer Playstation 3 und / oder PS3-Spielen her. In einer Warteschlange während Sonys missglücktem PS3-Start war es vor dem lokalen Wal-Mart zu einem Überfall auf einen Schüler gekommen, der nach drei Tagen Wartezeit mit gekaufter PS3 aus dem Laden kam. Der Beteiligung an dem Diebstahl verdächtigt wurde Strickland aufgrund der Aufnahmen von Überwachungskameras vor dem Kaufmarkt einerseits und einem von einigen Gamern ins Internet gestellten Foto andererseits, in dem sie angeberisch mit schweren Waffen posierten – ob mit echten oder nicht echten, wurde nicht bekannt. Da ein Detektiv das Fahrzeug von einem dieser Gamer vor Stricklands Haus sah, kam auch dieser in Verdacht. Die Campus-Polizei traute sich daraufhin nur mit Verstärkung durch das auf Schnellschüsse trainierte Notfall-Einsatzkommando vom Sheriffs-Büro in New Hanover in die College-Schüler-Bude.

Die Moral von der Geschichte: Niemals, unter keinen Umständen niemals mit einem Spiele-Controller an die Tür gehen. Im Zuge der immer hysterischeren “Killerspiele”-Debatte sehen Polizisten vielleicht auch hier bald in jedem Gamer einen potenziellen Gewalttäter. (Paul Hales/bk)

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