Passwörter sind ein Sicherheitsrisiko

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Die Flut an nötigen Passwörtern und Login-Daten entwickelt sich zu einem Sicherheitsrisiko. Problematisch sind vor allem Trojaner, die nur darauf aus sind derartige Daten auszuspähen.

Die steigende Anzahl der zu merkenden Passwörter führt automatisch zu einer Mehrfachnutzung, warnt die UNO-Organisation International Telecommunication Union (ITU) in einem Bericht anlässlich der am Montag gestarteten Telecom World 2006 in Hongkong.

Dadurch wachse das Risiko für die Anwender, dass einmal ausgespähte Identifikationen zum Verlust wichtiger Daten führen. Auch die auf vielen Webseiten geforderte “Sicherheitsrückfrage” bei Verlust eines Passworts wird von den Experten als Schwachstelle deklariert. Hier genüge es nicht, nur den Namen des eigenen Haustiers oder eines Familienmitglieds als Antwort zu wählen.

Den schwarzen Peter schiebt die ITU jedoch nicht dem einzelnen Anwender zu, sondern den Länder-Regierungen mit starken IT-Strukturen: Die mangelnde Länder-übergreifende Koordinierung sei der Grund für viele Sicherheitsbrüche, so der Bericht. Ein Anwender kann sich eben nur eine begrenzte Anzahl starker Passwörter merken.

Für Anwender, die ihre Passwörter in den Griff bekommen wollen, bieten sich diverse Tools an, beispielsweise der vom Fraunhofer-Institut zusammen mit dem Sicherheitsunternehmen e.siqua entwickelte Passwordsitter: Er übernimmt das Generieren und Verwalten sicherer Passwörter – fünf Geheimbegriffe sind kostenlos. Merken muss man sich dann nur ein Masterpasswort. Die Zugangsdaten werden nicht aufgezeichnet und sind so nicht auszulesen. (tkr)

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