Killerspiel-Verbot auf europäischer Ebene?

Politik

Zwei Wochen nach dem Amoklauf in Emsdetten hat sich erstmals der EU-Ministerrat mit Gewalt-Spielen beschäftigt – und fordert ein Verbot dieser Software.

Bereits eine Woche vor dem Vorfall in Nordrhein-Westfalen soll der EU-Justizkommissar Franco Frattini in einem Brief an die Innenminister gefordert haben, dass solch “obszöne und perverse” Spiele verboten werden sollten. Dies berichtet die Netzzeitung. Die Spiele seinen für Frattini “ein schlechtes Vorbild für die Jugend und würden gewalttätiges oder einschüchterndes Verhalten bei Kindern hervorrufen”.

Die deutsche Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) räumt einem derartigen Europa-weiten Verbot jedoch wenig Chancen ein, da die EU “hier keine Gesetzgebungs-Kompetenz” habe. Trotzdem soll das Thema auf Wunsch der EU-Kommission und Großbritanniens während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft ab Mitte Januar in Dresden behandelt werden. (mr)

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