Bayern: Verbreitung von Killerspielen soll mit Haft bestraft werden

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Bayern will die Herstellung und Verbreitung von Killerspielen mit bis zu einem Jahr Haft bestrafen lassen. Dafür tritt der bayerische Innenminister Günther Beckstein ein.

Günther Beckstein schlägt in dieselbe Kerbe wie der EU-Justizkommisar Franco Frattini. Dieser hatte schon eine Woche vor dem Amoklauf in Emsdetten in einem Brief an die Innenminister gefordert, die Ballerspiele zu verbieten.
Auch der CSU-Politiker Beckstein sieht eine Erweiterung des Gewaltdarstellungs-Paragraphen 131 des Strafgesetzbuchs vor. Demnach soll künftig mit einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft werden, wer Computerspiele verbreitet, herstellt, bezieht oder liefert, “die es den Spielern als Haupt- oder Nebenzweck ermöglichen, eine grausame oder die Menschenwürde verletzende Gewalttätigkeit gegen Menschen oder menschenähnliche Wesen auszuüben”.

Beckstein sagte gegenüber “Spiegel Online”, er verstehe seine Formulierung für die Neufassung ausdrücklich als “Diskussionsgrundlage”, die nun mit anderen Ländern und dem Bund abgestimmt werden müsse. Zusätzlich will Bayern einen eigenen Gesetzesvorschlag formulieren, der “zeitnah” vorgelegt werden soll.

Des weiteren hat der bayrische Staatsminister des Inneren Günther Beckstein die Initiative “Kinder sicher im Netz” gestartet. Die Kampagne soll Erziehungsverantwortliche zum sicherheitsbewussten Umgang mit dem Internet unterstützen. (bwi)

(Bild: Photodisc.com)