E-Plus: Netzqualität soll wieder erträglich werden

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Wir waren zu erfolgreich, meint E-Plus und versucht damit die in den Keller gegangene Netzqualität bei E-Plus / Base zu erklären.

Schuld sei der Erfolg der Marke Base, den der Mobilfunkbetreiber nicht vorhersehen konnte, wie Technikvorstand Elmar Grasser doch glatt behauptete:

“Der Erfolg von Base war in der Form nicht vorhersehbar.”

Nicht vorhersehbar, dass eine Flatrate mehr Kunden und mehr Telefonate bringt? Vielleicht schon mal mitbekommen, wie sich die DSL-Pauschaltarife auf die Internet-Nutzung ausgewirkt haben?

Betroffen von der deutlich höheren Auslastung des Netzes seien vor allem Ballungsgebiete wie Frankfurt und Köln.

Nicht nur, wie ich aus (schauder, fröstel!) eigener Erfahrung weiß. Für das Telefonieren mit E-Plus-gespeistem Mobiltelefon musste ich in einer süddeutschen Kleinstadt schon einige Zeit auch bei ungünstigen Wetterbedingungen auf dem Balkon verbringen, um überhaupt einigermaßen störungsfrei telefonieren zu können.
Betroffen waren meiner leidvollen Erfahrung nach auch die Datenverbindungen. Der Datenzufluss für eine Webseite kam mitunter nur noch tröpfelnd bis gar nicht – beziehungsweise bis zu einer Abbruchmeldung. Von E-Mail-Empfang konnte auch keine Rede mehr sein, da die Verbindung nicht einmal für einen Bruchteil der üblichen Spam-Massen reichte.
Trotz einer Daten-Flatrate von E-Plus blieb mir daher gar keine andere Wahl, als zusätzlich noch einen Vodafone-Tarif mit einer Pseudo-Flatrate namens “Fair Flat” zu wählen. Und das gerade noch rechtzeitig, bevor am folgenden Wochenende bei E-Plus gar nichts mehr ging.

Mir blieben gerade einige Kommentare im Hals stecken. Doch weil es so schön war, lassen wir nochmal kommentarlos Technikvorstand Elmar Grasser von E-Plus zu Wort kommen:

“Der Erfolg von Base war in der Form nicht vorhersehbar.” (bk)

Handelsblatt