SCO schmiert ab nach Gerichtsurteil

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Mit mutmaßlicher Rückendeckung aus Redmond war die Firma zum juristischen Feldzug gegen Linux angetreten. Vernichtet hat sie Millionenwerte – die ihrer Geldgeber.

Diese Woche hielt einen Schwarzen Freitag für die Firma bereit, die ohne den geringsten Anschein eines Beweises behauptete, geistiges Eigentum an Linux zu haben. Nein, die Rede ist nicht von Microsoft, sondern immer noch von SCO.
Die Aktien der Firma mit dem Börsenkürzel SCOX stürzten um 40 Prozent auf 1,20 Dollar je Anteilsschein. Das ist weit weg vom 52-Wochen-Höchststand von 5,23 Dollar. Dieser Aktienkollaps folgte einer Gerichtsentscheidung, die endgültig die Luft entließ aus den haarsträubenden Winkeladvokaten-Tricks der Firma, die offenbar nur noch bestand, um die Linux-Anwender und stellvertretend IBM anzugehen. Als SCO vor Jahren die große Klage gegen Freie Software ankündigte, waren schnell Investoren zur Stelle, die auf eine große Gewinnmitnahme im Falle eines Siegs gegen IBM hofften. Doch SCO konnte nicht liefern, schon gar keine Beweise, und verzögerte das Verfahren nur immer weiter, bis auch die Richter endgültig die Geduld verloren.
Die für Juristen vielleicht nicht so drögen Einzelheiten des letzten Showdowns finden sich gewohnt präzise bei Groklaw. Ganz so lustig wie in diesen Nachmittags-TV-Gerichtsshows war’s dann aber doch nicht. (bk)

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Groklaw