Apple-Patent: Keramikgehäuse für iPod und iPhone?

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Apple ist so geheimniskrämerisch wie keine andere Firma. Nur die rätselhaften Patente weisen den oft erstaunlichen Weg kommender i-Produkte.

Interessant an dem soeben bekannt gewordenen Patent ist die Tatsache, dass es sich ausdrücklich auch auf drahtlose Übertragungen bezieht. Das keramische Material soll nämlich durchlässig für Radiofrequenzen sein und kommt damit auch für die iPhones in Frage, deren Vorstellung allseits im Januar erwartet wird. Denn das keramische Material “ist besonders wichtig für drahtlose Handheld-Geräte mit Antennen innerhalb des Gehäuses. Die Durchlässigkeit erlaubt es den drahtlosen Signalen, durch das Gehäuse zu gelangen, und in einigen Fällen werden diese Übertragungen sogar verbessert.”
Das lässt auch schnell vermuten, dass die Apple-Entwickler an einem drahtlos kommunizierenden iPod arbeiten.
Vor allem aber geht es um geringere Herstellungskosten “mobiler Geräte” und zugleich um besseren Schutz vor versehentlicher Beschädigung:
“Keramik wurde in einer großen Vielfalt von Produkten verwendet einschließlich elektronischen Geräten wie Uhren, Telefongeräten und medizinischen Instrumenten. In all diesen Fällen wurden die keramischen Materialien jedoch nicht als strukturelle Komponenten eingesetzt. Meistens kamen sie nur als kosmetische Ausstaffierung zum Einsatz. Es wird angenommen, dass keramisches Material bis jetzt noch nie als strukturelles Element einschließlich strukturellen Rahmen, Wandungen und dem eigentlichen Gehäuse eines Gerätes der Unterhaltungselektronik verwendet wurde, insbesondere nicht dem Gehäuse eines tragbaren elektronischen Medienplayers oder eines Mobiltelefons.”
Eigentlich hätten sie auch gleich iPod und iPhone schreiben und eine Presseerklärung herausgeben können. Der damit erreichbare Schutz vor Beschädigungen lässt den INQ hiermit postulieren, dass das iPhone oder die iPhones mit Festplatten kommen werden.
Hier also die Beschreibung, wie sich zumindest die Entwickler von Apple die nächste Generation von iPods / iPhones vorstellen:
“Es werden bessere Gehäuse für tragbare elektronische Geräte benötigt. Insbesondere Gehäuse, die kosteneffektiver, kleiner, leichter, robuster und ästhetisch erfreulicher als gegenwärtige Gehäusedesigns sind.” Klar, dass Ästhetik und Design auch noch mit angesprochen werden mussten.

So ganz können wir uns übrigen auch mit dieser durchaus originellen Patentbeschreibung nicht anfreunden. Das Wörterbuch kennt nämlich längst “structural ceramics” und übersetzt das ausdrücklich für den technischen Bereich mit “Konstruktionskeramik” oder “Montagekeramik”. Vielleicht sehen die Apple-Entwickler aber auch gerne mal ins Wörterbuch und lassen sich dort zu neuen Patentanmeldungen inspirieren … (Tony Dennis/bk)

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