Nokia: Zukunftsaussichten trüben sich ein

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Der weltgrößte Handy-Hersteller hat überraschend seine Ergebniserwartung für die kommenden Jahre gesenkt.

Nokia meldete gestern Abend nach Börsenschluss in Amsterdam, dass die operative Marge in den beiden nächsten Jahren voraussichtlich auf rund 15 Prozent sinken werde. Der Markt war bislang von wenigstens 17 bis 18 Prozent ausgegangen.

Schuld an der Eintrübung der Aussichten sei vor allem Siemens: Der neu gestaltete Netzwerkbereich “Nokia Siemens Networks” werde eine deutlich schwächere Marge ausweisen als die Handy-Sparte und damit das gesamte Konzernergebnis einbremsen.

Starten wird das Gemeinschaftsunternehmen im Januar. Nokia-Chef Olli-Pekka Kallasvuo rechnet für die kommenden Jahre mit einem leichten Zuwachs und einer operativen Marge von etwa 10 Prozent.

Optimistisch äußerte sich der Konzern für den branchenweiten Handy-Absatz: Die Verkäufe sollten um 10 Prozent auf knapp 1,07 Milliarden Geräte steigen. Wachstumstreiber seien vor allem die asiatischen und afrikanischen Länder.
Trotz der harten Konkurrenz durch den amerikanischen Rivalen Motorola rechnet Nokia mit einem höheren Marktanteil (laut Gartner derzeit 35,1 Prozent). (rm)

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