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DOSSIERS

Mehr Leistung und Sicherheit mit RAID
RAID nutzen!

von René Grau 0

RAID-Arrays einrichten

Mehr Leistung und Sicherheit mit RAID

RAID-Controller sind mit einer eigenen Software (RAID-BIOS) ausgestattet, die hardwareseitig alle Funktionen für RAID-Arrays zur Verfügung stellt. Onboard-Chips müssen durch Einstellungen im BIOS-Setup des Mainboards allerdings erst aktiviert werden. Oftmals ist auch das Umstellen der Schnittstelle von S-ATA- oder IDE-Modus auf RAID-Betrieb notwendig. Dies geschieht ebenfalls im BIOS – im Untermenü Advanced unter Drive Configuration.

Folgende Schritte werden immer beim RAID-Setup durchlaufen:

Schritt 1
Das RAID-BIOS meldet sich automatisch beim Bootvorgang und wird durch eine herstellerspezifische Tastenkombination (zum Beispiel Strg + I) auf Boot-Ebene gestartet. Der Startscreen zeigt die von ihm erkannten Festplatten.

Schritt 2
Die Auswahl, welches RAID erstellt werden kann, ist abhängig von der Anzahl der erkannten Festplatten. Für ein RAID 5 sind mindestens drei Festplatten nötig. Zu beachten ist auch, dass in einem RAID-1- und RAID-5-Array stets die gesamte Festplattenkapazität verwendet wird. Sind die Festplatten unterschiedlich groß, bestimmt die kleinste Festplatte die Größe des Arrays. Auf den nicht genutzten Bereich kann nicht zugegriffen werden. Eine Ausnahme bildet die genannte Intel Matrix Storage Technology.

Schritt 3
Anschließend ist eine Auswahl der zu verwendenden Massenspeicher zu treffen. Die ausgewählten Datenträger werden nun speziell für die gewählte RAID-Array-Struktur formatiert.

Schritt 4
Der Abschluss-Screen zeigt die aktuelle Konfiguration mit allen wichtigen Parametern wie Array-Größe, RAID-Level und Anzahl der eingebundenen Festplatten. In den meisten Fällen ist ein Neustart des Systems erforderlich.

Um Zugriff auf dieses RAID-Laufwerk zu bekommen, muss oft der Windows-Treiber des RAID-Controllers geladen werden. Das geschieht über die F6-Option beim Starten des Windows-Setups. Der Treiber sollte vor der Installation auf Diskette vorliegen, da Windows ohne ihn nicht auf das RAID-Array zugreifen und die begonnene Installation durchführen kann.

Vorsicht! Wird nachträglich ein zusätzliches RAID-Array erzeugt, darf die Systemfestplatte nicht mit einbezogen werden. Da das RAID-Array neue Datenstrukturen anlegt, besteht kein Zugriff mehr auf vorher abgelegten Daten. Zudem ist eine mit ins Array aufgenommene Systemfestplatte alleine nicht mehr bootfähig.

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