Windows XP als Energieverschwender

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Windows XP schädigt die Umwelt – behauptet ein derzeit vieldiskutierter Blog-Beitrag. Schuld daran sei das schlampige Energiemanagment des Betriebssystems.

Allein 25 Milliarden Dollar an Energiekosten hat Windows XP in den fünf Jahren seit Marktstart weltweit verschwendet. Um die überflüssige Energie zu erzeugen, haben Kraftwerke 225 Millionen Tonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre geblasen.
Das ergibt sich aus einem Blog-Beitrag von Travis Daub, Redakteur beim US-Magazin Foreign Policy. Schuld daran sei das mangelhafte Energiemanagement im Betriebssystem.
Die geschätzt über 100 Millionen Windows-PCs weltweit verschwenden jährlich circa 5 Millionen Dollar an Energiekosten. Das liegt vor allem daran, dass die Rechner während Arbeitspausen oder Meetings ungenutzt weiterlaufen und das Energiemanagement nicht effizient arbeitet.

Auch Microsoft ist das Problem bewusst. Bei Vista soll das

Powermanagament deutlich besser werden. Details dazu präsentiert ein Whitepaper von Microsoft.
Das genügt dem FP-Blogger aber nicht. Er fordert ein Software-Update für Windows XP, um das Energiemanagament auf »höchste Effizienz« zu trimmen. Bei 100 Millionen Windows-PCs, die statt ununterbrochen zu laufen, 12 Stunden pro Tag im Sleep-Modus wären, könnten der Erde so jedes Jahr 45 Millionen Tonnen CO2-Ausstoß erspart werden.
Linux-Fans sollten jetzt nicht gleich mit dem Finger auf Microsoft deuten. Wegen Treiberproblemen funktioniert das Energiemanagament bei Linux teilweise sogar noch schlechter als in Windows. (mto)