Studie: Europa ertrinkt in den SPAM-Fluten

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Die EU-Kommission veröffentlichte gestern eine Studie, nach der über 50 Prozent aller europäischen E-Mails mittlerweile aus SPAM-Werbebotschaften bestünden.

In der Spitze werden die Eingangspostfächer der Mail-Nutzer zu rund 80 Prozent mit Schrott gefüllt. Das bringt die zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding auf die Palme. Sie sieht die Regierung in der Pflicht, den akuten SPAM-Trend ebenso wie Spyware und andere illegale Online-Aktivitäten mit allen Mitteln zu bekämpfen.

Ein erster Schritt wären neue EU-Bestimmungen für eine bessere Web-Sicherheit. Vor allem sollen die Absender und Verteiler leichter und schneller vor Gericht zur Verantwortung gezogen werden. Reding beklagt, dass bislang nur die Niederlande und Finnland das Problem der Werbe-Mails aktiv angehen. Die empfindlichen Strafgebühren in Holland hätten bereits das SPAM-Aufkommen um 85 Prozent reduziert.

EU-Sprecher Martin Selmayr rügte in einer Presseveröffentlichung, dass etwa zwei Drittel der SPAMs in Europa außerhalb der Grenzen der Europäischen Union generiert würden. Der Schaden, der vor allem in der Wirtschaft entstehe (Kapazitäten, Arbeitszeit für Löschaktionen), belaufe sich laut EU-Berechnungen bereits auf etwa 39 Milliarden Euro pro Jahr. (rm)

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