Fair-Trade auch für Notebooks

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Was bei Kaffee, Wollpullover oder Schokolade möglich ist, soll auch in der Notebook-Fertigung Einzug halten: Ressourcen- und Arbeiter-schonende Herstellung und fairer Handel mit Elektronik-Produkten.

Studien zeigen nach Angaben des Öko-Instituts, wie es um die Arbeitsbedingungen bei der Massenfertigung von PCs, Notebooks oder Fernseher bestellt ist: schlecht nämlich. Die Herstellung wurde in den letzten 20 Jahren fast vollständig in ostasiatische Betriebe ausgelagert; dort finden Beobachter bedauernswerte Arbeitsbedingungen und Verstöße gegen internationale Standards und nationales Arbeitsrecht vor.

Nun hat das Institut selbst eine Studie heraus gebracht, die aufzeigt, wie eine Verbesserung der Bedingungen in den Hersteller-Ländern möglich ist. Selbst eine entsprechende Zertifizierung soll in greifbare Nähe rücken. “Spätestens in vier Jahren wird der erste faire Computer im Handel sein”, prognostiziert Dr. Rainer Grießhammer, stellvertretender Geschäftsführer des Öko-Instituts doch sehr optimistisch.

Zur Lösung der genannten Probleme schlagen die Autoren der Studie vor, Unternehmen verstärkt zur kritischen Bewertung ihrer Produktionsprozesse zu bewegen. Was im Blick auf Zuliefer- und Subzulieferbetriebe nicht einfach ist, denn Notebooks bestehen aus Tausenden von Einzelteilen, die von Hunderten von Zulieferern produziert werden.

Bis die in der Studie vorgelegten Lösungsansätze ausgearbeitet sind und greifen, bleibt dem kleinen Anwender also nichts anderes übrig, als sein Gewissen durch den regelmäßigen Einkauf in so genannten (Dritte-)Welt- und FairTrade-Läden zu beruhigen. (tkr)

Autor: thomask
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