Will Intel Via aus dem CPU-Markt verdrängen?

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Intel und Via streiten sich um Lizenzabkommen, die dem taiwanischen Hersteller erlaubten, Intels Bustechnologie zu nutzen. Diese will Intel angeblich nur verlängern, wenn Via sich auf Chipsets konzentriert und nicht mehr selbst CPUs baut.

Laut TheInquirer liefern sich Intel und Via wieder einmal eine kleine Schlacht. Eine 2003 für vier Jahre erteilte Lizenz für die Busse der Intel-Prozessoren werde bald auslaufen, Via ginge jedoch davon aus, dass der Vertrag noch bis März 2008 gelte.

Bislang produzierte Via vor allem Chipsätze für PC-Hersteller. Das Angebot eigener CPUs, vor allem im Bereich der “Embedded”-Systeme, die in Unterhaltungselektronik, Thin Clients und anderen preiswerten Produkten zum Einsatz kommen, lief zuletzt immer besser. Das scheint Intel ein Dorn im Auge zu sein.

Schon 2001 stritt sich Via mit Intel um Technologiepatente, der 2003 mit dem Patentaustausch-Abkommen endete, das nun offenbar wieder strittig ist. Via durfte daraufhin nur noch x86-Prozessoren bauen, die nicht Pin- und Bus-kompatibel zu den Intel-Produkten waren. Dafür aber durfte das taiwanische Untenehmen Chipsätze für Intel-Prozessoren bauen.

Wird das Abkommen nicht verlängert, verliert Via den Großteil seiner Einkünfte aus Chipsets. Eine angekündigte Restrukturierung, die den CPU-Anteil in eine separate Firma auslagert, scheint die einzige Hoffnung für das langfristige Überleben von Vias Chipset-Geschäft zu sein: Der derzeitige Via-Geschäftsführer Chen Wen Chi soll nun die – jetzt gefährdete – Prozessorengruppe führen und mit Intel kämpfen, während .der Rest ungestört weiter Chipsets produzieren kann. (mk)

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