Intel will VIA-Prozessoren töten

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Entweder weiter eigene Prozessoren oder bald keine Chipsätze mehr für Intel-CPUs: Vor diese Wahl stellt Chipzilla den kleinen taiwanesischen Konkurrenten.

Laut Quellen aus der taiwanesischen Industrie übt Intel massiven Druck auf Via aus, den Markt für CPUs zu verlassen. Ansonsten werde Chipzilla die noch bis März 2008 laufenden Lizenzen nicht mehr verlängern, die es Via erlauben Chipsätze für Intel-Prozessoren zu bauen. Damit steckt Via in einem Dilemma: Den Löwenanteil seines Geschäfts macht Via mit Chipsätzen, aber gleichzeitig sorgt die Prozessorsparte für steigende Profite. Und die waren zu einem nicht unerheblichen Anteil daran beteiligt, dass Via dieses Jahr endlich wieder Gewinn macht. Die Via-Prozessoren sind zwar langsam im Vergleich zu den CPUs von AMD oder Intel, aber dafür billig und sparsam. Sie werden oft in Low-Cost-Notebooks, Handhelds, Media-Servern oder Appliances eingesetzt, wo eine geringe Leistungsaufnahme, kompakte Bauform und ein niedriger Preis im Zentrum stehen.
Gerade die neuen Via-C7-Prozessoren werden vermehrt in UMPCs wie dem Samsung Q1 eingesetzt – und das Geschäft mit dieser neuen Prozessorgattung will Intel dem kleinen Konkurrenten nur ungern überlassen. (Simon Burns/kla)

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