Indianer verklagen Microsoft

PolitikRecht

Ein Indianerstamm aus Chile hat den “Software-Dominator” Microsoft verklangt, weil dieser laut Angaben “kulturelle Piraterie” an den Indios verübt haben soll.

Die Mapuche-Indianer sind ein kleines Volk von etwa 400.000 Einwohnern, das im südlichen Chile ansässig ist. Umso verwunderlicher ist es, das diese einen Koloss wie Microsoft verklagen.

Die Indianer haben das Gefühl, von Microsoft mit “kultureller Piraterie” terrorisiert zu werden. So hat der Konzern eine Windows XP Version in der Mapuche-Sprache Mapudungun herausgebracht – was den Indianern ganz und gar nicht gefallen hat, berichtet der österreichische Rundfunk.

“Microsoft und das chilenische Bildungsministerium haben uns übergangen. Niemand hat mit uns über das Projekt gesprochen. So geht das einfach nicht”, sagte der Mapuche-Sprecher Aucan Huilcaman am Donnerstag in Santiago.

Laut Microsoft bestand ihre einzige Absicht aber nicht in “kultureller Piraterie”, sondern darin (O-Ton Microsoft) “ein Fenster zum Rest der Welt öffnen, damit alle auf die kulturellen Reichtümer dieses Volkes zugreifen können.”.

Die Erfolgsaussichten dieser Sammelklage werden jedoch als relativ gering eingestuft und haben deswegen nur eine sehr geringe Hoffnung, vor Gericht durchzukommen.(mr)

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