Siemens-Bande schaffte 200 Millionen auf die Seite (Update)

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Der Schaden aus der Untreue-Affäre beim Münchner Technologiekonzern Siemens ist offenbar zehn Mal höher als angenommen, meldet die Staatsanwaltschaft.

Zunächst waren die deutschen Ermittler von lediglich 20 bis 30 Millionen Euro ausgegangen, nun sieht man die veruntreute Summe eher an der 200-Millionen-Marke. Insgesamt befänden sich derzeit von 14 Verdächtigen sechs Mitarbeiter in Haft.
“Nach den bisher vorliegenden Erkenntnissen geht die Staatsanwaltschaft von einer Bande aus”, bestätigte der Leitende Staatsanwalt Christian Schmidt-Sommerfeld. Den mutmaßlichen Tätern wird vorgeworfen, den Millionenbetrag bei Siemens abgezweigt und in schwarze Kassen ins Ausland (Tarnfirmen in der Schweiz und Liechtenstein ) verschifft zu haben. Konkrete Erkenntnisse über den Verbleib der Gelder? Fehlanzeige! Die Vermutung: Es sei für Schmiergeldzahlungen verwendet worden. (rm)

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