NEC steigt aus dem chinesischem Handy-Markt aus

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Die Japaner schließen ihre Niederlassung in China – nicht, weil wieder einmal ein Streit zwischen den unterschiedlichen Kulturen herrscht, sondern weil der harte Wettbewerb im Reich der Mitte zu Millionenverlusten führt.

NEC zieht die Notbremse in China: Gestern teilte das Unternehmen in Tokio mit, es werde aus dem chinesischen Markt aussteigen. NECs Handy-Produktion weist in diesem Jahr einen Verlust von voraussichtlich 40 Millionen Dollar aus. Ob die Schließung auch mit der jüngst gemeldeten dreisten Kopie der Handys (und sogar der ganzen Fabrik dazu) durch die Chinesen zu tun hatte, gab NEC nicht bekannt.

Neue Geräte liefere man über die Niederlassung in Wuhan (Provinz Hubei) nicht mehr aus, hieß es, auch neue Modelle würden nicht mehr auf den chinesischen Markt gebracht.

Cai Li, Sprecher von NEC China, erklärte, man werde sich auf 3G-Geräte konzentrieren, die bisher in Japan erfolgreich verkauft werden. Die Auslieferung “einfacher” Geräte scheint nicht zu funktionieren – dabei hatte das japanische unternehmen erst im April 225 Millionen US-Dollar in die chinesische Mobilfunksparte investiert.

Ganz aus China verschwindet NEC nicht: Die 3G-Basisstationen für den Export werden in Tianjin weiterhin produziert.

NEC ist nicht der einzige japanische Anbieter, der sich aus dem Absatzmarkt China zurückzieht: Auch Toshiba stieg schon aus, berichtet internet.com. (mk)

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