Trojanische Container fürs perfekte IT-Verbrechen

Sicherheit

Hat man früher noch die britischen Posträuber für ihren dreisten Raub bewundert, zeigen jetzt malaysische Mainboard- und Chip-Räuber, dass gut geplante Raubzüge auch in moderner Zeit funktionieren.

Wie TheInquirer unter dem vielsagenden Titel “Der große Chip-Raub” berichtet, haben sich dreiste Diebe mit der guten alten Methode aus Troja – aber moderner mit Containern – in einen Gebäudekomplex eingeschmuggelt und massenhaft Waren gestohlen.

Genauer gesagt verschwanden 585 Kartons und 18 Paletten mit Mikrochips und Hauptplatinen im Wert von 12,7 Millionen US-Dollar. Die Einbrecher, die die zwei Container-Trailer mitbrachten, trugen grüne Uniformen und erzählten den Zollbeamten, sie müssten illegale Arbeiter ausheben – man solle also niemanden informieren.

Die “Trojanischen Trailer” enthielten 20 Menschen, die 17 Mitarbeiter im Gelände im malaysischen Ort Bayan Lepas

überwältigten – wo mehrere multinationale Unternehmen ihren Sitz haben. AMD, Intel, Motorola und andere haben dort ihre Niederlassungen, um preiswert in Asien produzierte Ware auf ihre Reise nach Europa oder den USA zu schicken.

Dort landet sie wohl nun als illegale Graumarkt-Ware. Die Lokalzeitung “The Star” vermutet den Job eines Insiders. (mk)

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