Sony bekommt die Rechnung für die PS3-Chaostage

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Die chaotische Einführung der PS3-Konsolen in den USA hat jetzt auch noch ein politisches Nachspiel. Sony bekommt amtliche Post aus Boston.

“Das ist etwas, was nicht toleriert werden sollte”, erklärte Bürgermeister Thomas M. Menino, der für klare Worte bekannt ist. “Es ist falsch, die Öffentlichkeit in dieser Weise dafür aufkommen zu lassen. Es ist falsch vom Hersteller und ebenso vom Händler.”
Eine Menge von 500 Playstation-3-Jüngern hatte für Ärger im lokalen Einkaufszentrum der Stadt gesorgt:
“Wir mussten 12 Polizeifahrzeuge mit Beamten dorthin schicken und sie von den Straßen der Stadt abziehen, wo sie ihren Patrouillendienst verrichten sollten, um die Ansammlung aufzulösen.”
Die Menge hatte sich unter anderem gebildet, weil die örtliche “Best Buy”-Filiale sich geweigert hatte, eine von den Schlange stehenden Kunden geführte Liste zu berücksichtigen. Die Polizei setzte das aber schließlich durch.
“Der Bürgermeister hat das Gefühl, dass das ein Trick von Big Business ist, um die Taschen der Aktionäre zu füllen – und das zu Lasten der Öffentlichkeit ohne jede Rücksicht auf die öffentliche Sicherheit”, setzte eine Sprecherin Meninos nach.
Eine SonySprech meinte dazu, das Chaos sei von Sony weder geplant noch vorhergesehen worden. Die Zeitung “Boston Herald” allerdings stimmte ihrem Bürgermeister zu: “Wenn Sony es nicht wusste, dann schien doch fast jeder andere zu wissen, dass begrenzte Vorräte und hohe Nachfrage eine Formul für Ärger sind.”
Die verärgerte Stadt Boston lässt jetzt Dampf ab in Form einer Rechnung an Sony. (Dean Pullen/bk)

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