Musikbranche verliert Klage gegen Baidu.com

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Der chinesische Suchmaschinenbetreiber Baidu.com ist im Rechtsstreit mit sieben Musikfirmen als Sieger hervorgegangen. Die von Baidu angezeigten Links auf MP3-Dateien sind erlaubt, entschied ein Pekinger Gericht.

Sieben Musikfirmen – darunter Warner Music, Universal Music, EMI und Sony-BMG – haben ihre Klage gegen den mit einem Marktanteil von 62,1 Prozent größten chinesischen Suchmaschinenbetreiber Baidu.com verloren. Ein Pekinger Gericht entschied, dass die von Baidu angezeigten Links auf MP3-Dateien nicht gegen das Urheberrecht verstoßen. Das Gericht begründet das damit, dass die Links auf anderen Servern gespeichert sind und der Download nicht von Baidu-Servern, sondern von denen Dritter stattfindet.

Baidus Verteidigung fußt auf dem Argument, dass Links auf MP3-Dateien genauso zu beurteilen seien wie Links auf andere Webseiten. Baidu suche ebenso nach MP3- wie nach WAV-Formaten und unterscheide nicht zwischen legalen und illegalen Titeln. Der Forderung der klagenden Firmen, das Download-Angebot einzustellen, muss der Suchmaschinenbetreiber nun nicht nachkommen.

Die Musikgesellschaften sehen das anders, die Nutzer könnten durch die sogenannten deep links die illegal angebotenen MP3-Dateien direkt herunterladen. Die Firmen wollen in Berufung gehen. (bwi)

Autor: BrittaW
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