Dilbert-Schöpfer: Bill Gates for President!

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Scott Adams zeichnet nicht nur das IT-Bürogeschöpf Dilbert, sondern äußert auch in seinem eigenen Blog schriftliche und höchst originelle Gedanken.

Hier lässt er sich zum Beispiel über Atheisten als “die neuen Schwulen” aus, die neuerdings ihr Coming-Out in Gottes eigener Nation erleben dürfen. Er sieht das begünstigt durch den islamistischen Extremismus, der es den Atheisten erlaube, aus ihren Verstecken zu kommen. Denn vor dem 11. September hätte in den USA der Glaubenssatz gegolten, dass jede Religion grundsätzlich gut und Atheismus schlecht wäre. Seit diesem Tag stehe der Atheismus jedoch im öffentlichen Ansehen über dem Islam.
Doch Adams’ ganz gewagte Schlussfolgerung – oder Prophezeiung? – kommt erst noch:

“Ich glaube, dass in ein oder zwei Wahlperioden ein atheistischer Geschäftsmann als aussichtsreicher Bewerber für das Präsidentenamt kommen wird. Und sein Name wird Bill Gates sein.”

Denn bis dahin habe Bill Gates so viel Gutes für die Welt getan durch seine karitativen Werke, und zusammen mit seinem geschäftlichen Erfolg wäre er dann viel qualifizierter als jeder andere Kandidat. Sein früheres Junggesellenleben und seine Geschäftspraktiken könnten ihm zwar noch schaden. Er könne aber ohne weiteres argumentieren, dass Präsidenten ohnehin nur begrenzt als Vorbilder taugen.
Der Multimilliardär werde sich wohl jetzt noch nicht um das Amt bewerben, aber kraft seines klaren Verstandes müsse er einfach:

“Aber ich glaube, dass er eines Tages darauf kommen wird, dass die Welt einen rationalen Denker an der Spitze braucht und niemand anders gewinnen kann.
Wenigstens wüssten wir, dass er es nicht wegen des Geldes macht oder um sich besonders prominent zu fühlen. Meine Stimme ist ihm sicher.”

Die amerikanischen Blog-Leser haben dazu naturgemäß sehr geteilte Meinungen. Sie hacken nicht nur unflätig auf Atheisten und Schwulen herum, einer gibt es auch noch den Open-Source-Jüngern:
“Wer dafür sorgen will, dass ungewaschene Linux-Spinner elektronische Wahlmaschinen hacken, der sollte Bill Gates zum Kandidaten nominieren.”
Ein anderer trägt noch demokratische Bedenken mit sich:
“Hahahaha. Bill Gates for President? Gut! Vielleicht könnte er sich ein Patent auf die Luft aneignen, die wir atmen, und uns Lizenzen dafür abnehmen, wenn er Präsident wird.”

Wir sehen da noch ein viel herberes Problem: Was, wenn Billie-Boy seinen Steve Ballmer zum Vizepräsidenten macht … Und wer holt uns dann von diesem Planeten? (Nick Farrell/bk)

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