Bringt UMTS 900 mobiles Breitband aufs Land?

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Die Mobilfunkbetreiber denken über UMTS im Frequenzbereich von 900 MHz nach. Das könnte zunächst die Geräte verteuern, dafür aber für eine weitflächigere und kostengünstigere mobile Datenanbindung sorgen.

Das für 3G – hierzulande eher als UMTS und HSDPA bekannt – zugeteilte Spektrum liegt in Europa anders als in den USA bei 2100 MHz. Technisch ist jedoch auch die Nutzung im Bereich um 900 MHz möglich und soll sogar Vorteile wie den besseren Empfang innerhalb von Gebäuden bringen. Vor allem aber wäre es wirtschaftlich, weil 900 MHz bislang für GSM benutzt wurde und daher die vorhandenen Standorte weiter zu nutzen wären.
Eine beiläufige Bemerkung von Dave Williams, Chief Technology Officer von 02, bezog sich unlängst auf versteckte Kosten für die Anbieter von Mobilfunkgeräten. 02 nämlich möchte von seinen Lieferanten in Zukunft nur noch mit UMTS-900-fähigen Handys beliefert werden.
“UMTS 900 wird dabei helfen, die Probleme mit der 3G-Abdeckung in Europa zu lösen”, hatte Dave Williams schon früher erklärt, “da die volle Abdeckung mit 2100 MHz zu teuer ist.”
Auch der deutsche Vodafone-Chef Friedrich Joussen hatte bereits während der diesjährigen CeBIT die mögliche Nutzung von UMTS 900 angesprochen, war jedoch noch skeptisch gewesen, ob die bestehenden Lizenzen in Deutschland ohne weiteres die UMTS-Nutzung im vorhandenen GSM-Spektrum erlauben werden.
Unklar ist noch, um wie viel sich ein übliches UMTS-Mobilteil verteuert, wenn es auch UMTS 900 unterstützen soll. Das gilt insbesondere, da mit Qualcomm bislang nur eine Firma die Technik liefern kann. (Tony Dennis/bk)

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