100-Dollar-Laptop wird immer teurer

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“One Laptop per Child” soll es für die Kinder dieser Welt geben. Es gibt jetzt einen Prototyp, der aber inzwischen in der Herstellung auf 150 Dollar kommt – mit steigender Tendenz.

Angesagt war das Wunderding von Nicolas Negroponte, dem früheren Leiter des MIT Media Lab, für 100 US-Dollar, um jedes Kind auch in den Entwicklungsländern mit einem Laptop ausstatten zu können. Vor einigen Monaten ging das Preisziel auf 135 bis 140 Dollar, und an anderer Stelle war sogar von Gesamtkosten in Höhe von 208 Dollar die Rede.
Bildschirm sowie Akku kämen teurer als gedacht, erklärte Walter Bender, der für die Software des globalen Lernmittels zuständig ist. Er hofft jedoch noch immer, bis 2008 die Kosten auf 100 Dollar senken zu können.
Der Prototyp “B1” kommt in Limonengrün und Weiß, erinnert damit ein wenig an die in ähnlich kindlichen Farben gehaltene erste iBook-Serie von Apple. In der ungefähren Größe eines Schulbuchs bietet es WiFi, eine integrierte Videokamera und einen schwenkbaren Bildschirm, lässt sogar per VoIP telefonieren.

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Die Softwarebasis ist ein Linux-Betriebssystem, angereichert mit Open-Source-Programmen sowie speziellen Anwendungen, die von MIT-Forschern entwickelt wurden. So steuerte beispielsweise die Universität von Montreal ein Programm für die Musikerziehung bei.
Unterstützt wird die Entwicklung des OLPC unter anderem von AMD, Ebay, Google und Red Hat. Da haben sie mal was Gutes getan. (bk)

pte

MIT (OLPC)