PC-Notstand im Klassenzimmer

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Einen akuten Mangel an PCs konstatiert die EU-Kommission in Deutschlands Klassenzimmern. Die BITKOM ruft den digitalen Notstand aus.

Zuwenig PCs in der Klasse, der Lehrer hasst Computer und neue Medien kommen im Unterricht kaum vor. Ein düsteres Bild zeichnet die Bitkom vom Zustand der digitalen Bildung in deutschen Klassenzimmern. Dabei bezieht sich der Branchenverband auf eine Studie der EU-Kommission.
Elf Schüler müssen sich in Deutschland einen PC teilen. Damit liegt Deutschland in der EU abgeschlagen auf Platz 18 noch hinter Zypern, Malta, Tschechien und Ungarn. An der Spitze stehen Dänemark und Norwegen, wo sich rund vier Schüler einen Computer teilen.
“In deutschen Schulen spielen neue Medien nur eine untergeordnete Rolle”, so das niederschmetternde Fazit von BITKOM-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. “Die Erfahrungen mit E-Learning fehlen den Schülern später in der Berufsausbildung oder an der Hochschule.?

Elf Schüler pro Rechner? Gegenüber 2004 wäre das immerhin ein kleiner Fortschritt. Im Jahr 2004 mussten sich 12 Schüler einen PC teilen, wie eine Studie des Bundesministerium für Bildung und Forschung herausfand.

Doch mit solch kleinen Fortschritten will sich der Branchenverband nicht zufriedengeben. Er fordert, dass für jeden ab der fünften Klasse ein Notebook zur Verfügung steht. Daneben solle der Staat die Anschaffung eines Notebooks durch Steuervorteile unterstützen. Und schließlich sollten Bund und Länder einkommensschwachen Eltern bei der Finanzierung helfen und die Schulen Gerätepools einrichten. Mehr Infos zu dem Thema bietet der Verein Schulen ans Netz. (mto)
(Bild: 2006 JupiterImages Corporation)