Sohn des Adobe-Chefs entführt – indische Polizei jagt Kidnapper

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Am hellichten Tag wurde Anant Gupta, der Sohn von Adobes CEO in Indien entführt. Es ist nicht die erste Entführung dieser Art.

Naresh Guptas Sohn war auf dem Weg zur Schule und wurde von einem Kindermädchen begleitet, als zwei maskierte Motorradfahrer auftauchten und ihn in ihre Gewalt brachten. Die lokale Polizei hält es aufgrund ihrer Maskierung für möglich, dass es sich um Jugendliche aus dem näheren Bekanntenkreis des Gupta-Sohns handelt.
Andererseits scheint die eher hilflose Polizei auch auf gewerbsmäßige Entführerbanden zu tippen wie die Prakash-Pandey-Gang, auch PP-Gang genannt. Allerdings sollen die Mitglieder dieser Entführerbanden fast alle bereits im Gefängnis sitzen, so ein Polizeisprecher. Also müsse es sich um Neueinsteiger oder Banden aus anderen Bundesstaaten handeln.
Mindestens sechs Polizeiteams seien in verschiedenen Teilen des Staates auf der Suche. Auch die “Special Task Force” (STF) der Staatspolizei unterstütze bei den Ermittlungen mit ihrer besseren Ausstattung für elektronische Überwachung sowie mit ihren Spezialisten für Kidnapping-Fälle.
Der Boom der indischen IT-Branche hat gewaltige soziale Gegensätze zwischen den gebildeten Indern und der großen Anzahl von Analphabeten im Land entstehen lassen. Aus diesem Grund sind Entführungen, Hauseinbrüche und Raubüberfälle in Indien nicht ungewöhnlich und gut bezahlte IT-Profis bevorzugte Opfer.
Für Adobe wiederholt sich die Geschichte. Denn der frühere Firmenchef Chuck Geschke wurde bereits 1992 das Opfer einer IT-Entführung, die weltweit Schlagzeilen machte. (bk)

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Times of India