Knallharte Lizenzkontrolle bei Windows Vista

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Bei den Lizenzen für Windows Vista führt Microsoft rabiate Methoden ein. Firmen müssen das Betriebssystem regelmäßig neu aktivieren.

Über 2600 Fälle von Softwarepiraterie weist die Kriminalitätsstatistik des BKA für 2005 aus. In vielen Fällen geht es dabei um Unternehmen, die eine Software auf mehr PCs installieren als Lizenzen zur Verfügung stehen.

Doch jetzt macht Microsoft Schluss mit lustig. Das neue Windows Vista führt auch eine neue Lizenzüberwachung bei Geschäftskunden ein. Jeder Vista-PC muss nach spätestens 210 Tagen geprüft und die Aktivierung erneuert werden.
Nach Ablauf dieser Zeitspanne wird Windows Vista in einen funktionsverringerten Zustand versetzt, und zwar solange, bis der Administrator das Betriebssystem manuell aktiviert. Unternehmen müssen eine entsprechende Infrastruktur für Vista-PCs einrichten. Das gilt für alle, die mindestens 25 Arbeitsrechner und einen Volumenlizenzvertrag haben.

Missbrauchte Schlüssel für Volumenlizenzen können von Microsoft deaktiviert werden. Raubkopierte Vista-Systeme stellen dann nach spätestens sieben Monaten den Dienst ein. Eine ähnliche Überwachungstechnik will Microsoft beim 2007 erscheinenden “Longhorn”-Server durchsetzen.

Das strenge Lizenz-Regiment bedeutet auch für Admins, die völlig korrekt arbeiten, einen Mehraufwand. Doch die wiederholte Aktivierung soll dem Softwarekonzern die Sicherheit geben, dass Firmen bei den Vista-Lizenzen nicht schummeln.

Rührig im Kampf gegen unlizenzierte Software ist auch die Business Software Alliance. (BSA). Neben der harten Gangart gegenüber Lizenz-Sündern bietet die Organisation aber auch Infos und Unterstützung für Unternehmen, die den Einsatz ihrer Software im Netzwerk in Griff kriegen wollen. (dbm/mto)

(Bild: 2006 JupiterImages Corporation)

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