Tech Ed: Im Bett mit Microsoft

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Eine neue Hersteller-Allianz soll die Zusammenarbeit von Soft- und Hardware mit der Microsoft-Plattform verbessern.

Google und Youtube machen zur Zeit die besseren Schlagzeilen. Doch Microsoft ist immer noch die Nummer 1, wenn es darum geht, die Produktentwicklung der Hersteller zu beeinflussen. So soll die jetzt gegründete Interop Vendor Alliance die Interoperabilität der Produkte mit Microsoft-Software verbessern. Das wurde jetzt af dem Tech Ed IT Forum 2006 in Barcelona bekannt.

Eine erste Mitteilung der Interop Alliance nennt bereits Bereiche, auf die sich die Zusammenarbeit konzentrieren könnte: System Management, Virtualisierung, Identitätsmanagement, Datenintegration Speichermanagement und Entwickler-Tools. Dabei sollen spezielle Testing-Sessions mit realistischen Bedingungen eingerichtet werden.

Zu den Gründungsmitgliedern gehören Hersteller wie AMD, NEC, Network Appliance, Novell, Siemens Enterprise Communications, Siemens Enterprise Communications und Sun Microsystems. Besonders die Namen Novell und Sun dürften dabei aufhorchen lassen. Schließlich war Linux-Distributor Novell wegen seiner Zusammenarbeit mit Microsoft in letzten Tagen bereits in die Kritik geraten, vor allem wegen der Patentvereinbarungen mit Microsoft. Die neuerliche Allianz mit Redmond dürfte die Kritiker nicht gerade besänftigen.

Sun Microsystems, bekannt durch Java und das Konzept des Netzwerk-PCs, galt hingegen jahrelang als Erzfeind Microsofts. In der letzten Jahren hatten sich die beiden Konzerne angenähert. Die Zusammenarbeit in der Interop Alliance ist nun ein neues Signal in Richtung verbesserter Interoperabilität der Produkte trotz völlig unterschiedlicher IT-Konzepte. Das ist vor allem wichtig für Unternehmen mit heterogenem IT-Umfeld. (mto)