Web2-Techniken für Business
Enterprise 2.0 mischt die IT auf

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Weil Software immer stärker zu einer Dienstleistung wird, erwarten die Kunden einfach mehr von den Anbietern. Intels Europa-Marketingchef setzt genau auf diesen Effekt – und treibt seine Entwickler zum Bau dedizierter Server-Systeme für gehostete Anwendungen.

Rasanter Paradigmenwechsel

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Es gibt ein paar äußerst bedeutsame Veränderungen, die mittlerweile der Unternehmenswelt ihren Stempel aufdrücken.

Trotz der sehr vordergründigen werbestrategischen Bezeichnung – “Enterprise 2.0” – dürften die dahinter verborgenen Neuerungen bei den Unternehmenssystemen Auswirkungen auf alle IT-Nutzer und Provider haben – ebenso wie auf die Fähigkeiten und Fertigkeiten, deren es bedarf, um eine IT-Abteilung zu leiten. Und die Veränderungen kommen, ob man will oder nicht. Obwohl der Wikipedia-Eintrag umstritten ist, wird sich die Technik (vielleicht unter anderem Namen) verbreiten – möglicherweise unter “Web 3.0“,vielleicht auch anders..

John Woodget, Intels Europa-Marketing-Chef, , hat das Ausmaß des zu erwartenden Umbruchs auf der Europäischen Konferenz BEAWorld 2006 in Prag bestätigt. Seit Jahren säßen die Anbieter im Cockpit und sagen den Unternehmen, was mit der Technologie, die sie zur Verfügung stellen, möglich sei – während die artigen Kunden bloße Passagiere wären, die aus den verschiedenen Arten und Stufen von Dienstleistungen auswählen müssten, die ihnen vorgesetzt werden. Aber wie Woodget zugibt, haben wir es nun mit einem rasanten Paradigmenwechsel zu tun.


Hard- und Software werden irrelevant

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Im Moment haben Enterprise-Systeme zwei markante Seiten: Die “Plattform” der Hardware oder die von Hardware und Betriebssystem – sowie die Anwendungen, die wirklich etwas Nützliches für das Unternehmen tun.

Mit Enterprise 2.0 werden diese beiden Seiten jedoch erfolgreich miteinander verschmolzen. Wie Woodget betonte, wird dieser Wandel durch neue Unternehmensdienste vorangetrieben, die auf den Web-2.0-Ideen für den Verbraucher basieren – und womit versucht wurde, den Nutzer selbst ins Cockpit zu lotsen statt ihm nur Dinge vorzugeben.

Laut Woodget ist der aussagekräftigste Aspekt von Enterprise 2.0, dass die Hardware nur noch von sekundärer Bedeutung ist. Aus Sicht eines Nutzers von Software-Diensten ist der Unterschied zwischen Hardware und Software irrelevant – solange der Dienst macht, was er soll.

In der Vergangenheit haben die Kunden nur dasjenige Niveau eines Dienstes erhalten, das sie der Hardware und den Anwendungen abringen konnten, über die sie verfügten. Nun, im Zuge der anstehenden Veränderungen, ist jeder Provider, der das Niveau der Dienste nicht bieten kann, welches der Kunde verlangt, bereits ein toter Mann oder wird es sehr bald sein.


Dedizierte Einzelunktions-Server als Ziel von Intel

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Woodget sieht das Wachstum der Software als eine Dienstleistung (SaaS – software as a service) als treibende Kraft für die Nachfrage nach größerer Wendigkeit, um auf Marktveränderungen reagieren zu können. Dafür müssen neue Dienste sehr schnell entwickelt und in die Praxis eingeführt werden. Oder um es mit Woodgets Worten zu sagen: “Mit dem Wort ‘Entwickler’ ist jeder in der Nutzergemeinschaft gemeint”.

Ein groß angelegter Wechsel zum Hosting bedeutet eine Verlagerung auf riesige Datenbanken. Am anderen Ende des Netzwerks sieht er “Light” Clients – im Wesentlichen Thin Clients mit einer reichhaltigen Rechenkapazität, die kontinuierlichen Zugriff auf Online-Anwendungen bieten.

Klar, dass Woodget bei all dem Intel in einer tragenden Rolle sieht und darauf verweist, dass das Unternehmen über die notwendigen Ressourcen verfügt, um den ganzen Batzen auf die Reihe zu bekommen.

Es hat deshalb den Anschein, dass Intel drauf und dran ist, sich weiter in den Markt dedizierter Einzelfunktionsserver hineinzuarbeiten – und sich dabei die Rosinen dort heraussucht, wo Technologie den Zugang zur anstehenden Welle von Software-Dienstleistungen beschleunigen kann.