Linux-Administration: Jamie Cameron Webmin
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Jamie Cameron bietet mit Webmin eine komfortable Alternative zur Server-Administration über die Kommandozeile. Das Tool zeichnet sich durch seine Funktionsstabilität, den modularen Aufbau und die sehr gute Userverwaltung aus.

Testbericht

Linux-Administration: Jamie Cameron Webmin

Einen Linux-Server aufzusetzen, ist dank der vorhandenen Setup-Routinen nicht mehr nur den Fachleuten vorbehalten. Anders sieht es oft bei einer etwas spezielleren Konfiguration aus. Das Tool Webmin von Jamie Cameron vereinfacht diesen Vorgang durch eine gelungene grafische Oberfläche und senkt die Einstiegshürde für Anfänger und Kommandozeilenmuffel erheblich.

Nach der unkomplizierten Installation stellt Webmin eine Web-GUI bereit, über die der Administrator Dienste seines Linux-Servers konfigurieren kann. Es dient allerdings nur als das Frontend, die hierüber vorgenommenen Einstellungen werden dann automatisch in die entsprechenden Konfigurationsdateien auf dem Server eingetragen. Um die einzelnen Dienste unabhängig voneinander konfigurieren zu können, ist Webmin modular aufgebaut. Viele Dritthersteller machen sich das zunutze und integrieren ihre Software.

Praktisch: In der Userverwaltung werden Logins angelegt, die an die Linux-Authentifizierung gekoppelt sind und optional Berechtigungen nur auf einzelne Module erhalten. Die IP-Zugriffskontrolle und die Zugriffs-Zeitsteuerung liefern zudem ein hohes Maß an Sicherheit.

Bild: Admins, die Linux grafisch verwalten möchten, sollten sich Webmin anschauen.


Modulare Funktionsweise

Linux-Administration: Jamie Cameron Webmin

Im Test klappt die Bedienung der größtenteils deutschen Benutzeroberfläche selbst bei weniger versierten Linux-Admins gut. Dem erfahrenen Administrator hilft die Oberfläche, Flüchtigkeitsfehler vermeiden, denn vor dem endgültigen Speichern erfolgt eine Syntaxprüfung der eingegebenen Werte. Das One-Klick-Online-Update hält Webmin stets auf dem aktuellen Stand.

Im Vergleich zu anderen Administrations-Oberflächen zeichnet sich Webmin durch seine Funktionsstabilität, den modularen Aufbau und die sehr gute Userverwaltung aus. Das Frontend ist eine große Arbeitserleichterung bei der Server-Administration. Es ist in seiner Funktionsweise zwar einfach gehalten, läuft aber dafür sehr stabil. In dem zwei Jahre dauernden Testzeitraum bewährte sich Webmin in der Administration von Web-, Mail- und Fileservern mit Erfolg.


Testergebnis

Linux-Administration: Jamie Cameron Webmin

Produktname: Webmin
Hersteller: Jamie Cameron
Internet: Webmin Homepage
Preis:
kostenlos

Note gut
Leistung (40%): sehr gut
Ausstattung (30%): sehr gut
Bedienung (20%): befriedigend
Service (10%): ausreichend

Die wichtigsten Features
– modulare Funktionsweise
– gute Userverwaltung
– offen für Fremdhersteller-Module

Systemvoraussetzungen
Solaris, Linux oder FreeBSD

Fazit
Komfortable Alternative zur Server-Administration über die Kommandozeile. Grundsätzliche Administrations-Erfahrung muss aber vorhanden sein.