Linuxer holt sich Windows-Steuer von Dell zurück

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Ein Linux-Benutzer bekam anstandslos das Geld zurück, das ihm für das unerwünschte Windows auf seinem Dell-Notebook abgenommen wurde. Sein Rezept bestand darin, zu dokumentieren und zu kassieren.

Wie Linux World berichtet, bekam der freiberufliche Programmierer Dave Mitchell aus dem britischen Sheffield rund 70 Euro erstattet für eine unbenutzte Kopie von Microsoft Windows XP Home SP2, die er nie und nimmer gewollt hatte.
Das Betriebssystem wurde ihm beim Kauf seines Dell-Notebooks Inspiron 640m mit untergeschoben. Dell war am Ende aber immerhin so freundlich, auch die im Softwarepreis enthaltene Steuer zu erstatten.
Linux-Benutzer stehen schon lange im Abwehrkampf gegen OEMs, die ihre Rechner nicht ohne Windows anbieten. Sie sehen im erzwungenen Bundling eine Windows-Steuer. Die Hersteller wiederum stehen unter dem Druck der Borg, die einfach unterstellen, ein ohne Betriebssystem ausgelieferter PC würde wahrscheinlich mit raubkopierter Software betrieben. Dabei setzen sie den Hebel schon bei den Lizenzverhandlungen mit den Herstellern an, ohne dass das groß an die Öffentlichkeit kommt.
Händler sind allerdings sehr zögerlich, wenn jemand das ungeliebte Windows zurückbringt und bares Geld verlangt. Microsofts Lizenz sieht zwar durchaus Erstattungen vor, doch bekommen nur wenige Kunden das Erfolgserlebnis einer Rückerstattung.
Der erfolgreiche Mitchell dokumentierte sorgfältig, dass er weder das Microsoft-Produkt benutzt noch die EULA akzeptiert hatte: “Ich habe das Notebook gestartet und dann jeden Schritt des Bootvorgangs fotografiert, einschließlich dem XP-verneinenden Klick: ‘Nein, ich akzeptiere nicht’. Ich blätterte auch durch jede Seite der EULA und machte ein Foto von jeder Seite.”
Um anderen zu ähnlicher Freude zu verhelfen, hat Mitchell auch den Brief (ohne seine persönlichen Daten) veröffentlicht, mit dem er Dell überzeugen konnte.

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