Mehr Spam aus Europa

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Mittlerweile haben die europäischen Spam-Versender ihre asiatischen Kollegen fast eingeholt. Der meiste Spam stammt allerdings noch immer aus den USA.

Sophos zufolge konnten die beiden führenden Spam-Länder ihren Anteil am weltweiten Spam-Aufkommen im dritten Quartal 2006 verringern. So kommen zwar die meisten Werbemails weiterhin aus den USA, allerdings nur noch 21,6 Prozent nach 23,2 Prozent im zweiten Quartal. Noch stärker ging das Spam-Aufkommen aus China zurück: War man zwischen April und Juni noch für 20 Prozent des Werbemülls verantwortlich, waren es zwischen Juli und September nur noch 13,1 Prozent. Die Sicherheitsexperten von Sophos führen dies vor allem auf den Wurm Stratio zurück, der – auch als Warezov bekannt – zahlreiche Rechner in Zombie-PCs verwandelte und insgesamt für eine Zunahme von Spam-Mails sorgte. Die mehreren hundert Varianten des Schädlings wurden aber in englischer Sprache verfasst, so dass sich vor allem Nutzer aus Europa und Nordamerika austricken ließen und den Dateianhang öffneten.

So rückt denn Europa was das Spam-Aufkommen anbelangt deutlich an Asien heran. 34,1 Prozent des im dritten Quartal weltweit verschickten Spams stammen aus Asien und 31,9 Prozent aus Europa. In den drei Monaten zuvor lag der Abstand zwischen den beiden Kontinenten noch bei 13,1 Prozent.

Erneut beobachteten die Sicherheitsexperten zudem eine Zunahm des Bilder-Spams und der Aktienkursmanipulationen. Fast 40 Prozent der Mails versuchen mithilfe von Bildern und Grafiken am Spam-Filter vorbeizukommen, zumeist um falsche Informationen über Firmenaktien in Umlauf zu bringen und den Kurs nach oben zu treiben. (dd)

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