TimeWarner-Chef: Übertriebener Internet-Boom?

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Richard Parsons, Chef des weltgrößten Medienkonzerns, macht eine übertriebene Online-Euphorie aus. “Wir könnten uns durchaus in einer zweiten Internetblase befinden”, warnte er mit Blick auf den aktuellen Boom.

“Es könnte in einem Flop enden. Web-Firmen können derzeit zwar sehr viel Geld verdienen, aber auch verlieren”, äußerte sich der Time-Warner-Boss gegenüber dem Handelsblatt (Montagsausgabe).

Parsons sieht die Milliarden-Übernahmen der Video-Portale und Social Networks kritisch. “Das sind doch Firmen, die vor zwei Jahren noch niemand kannte”, gibt der Chef des US-Medienkonzerns zu bedenken. Es gebe hier keine eigenen Technologien, keine Substanz, keinen anderen Gegenwert als millionenfache Zugriffe, die aber schnell auch wieder verpuffen könnten.

Trotz neuer Formate wie YouTube und einer rasanten Veränderung der Medienwelt glaubt der Medienmanager an die Zukunft des klassischen Fernsehens. “Fernsehen funktioniert. Die Leute lieben Fernsehen”, sagt Parsons und kündigte an, künftig verstärkt Fernsehformate in europäischen Ländern vor Ort produzieren zu wollen. Zukäufe von europäischen Sendern schloss er nicht aus.” (rm)

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