Steuer auf Outsourcing geplant

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Wenn IT-Firmen (und auch alle anderen) in Zukunft ganze Abteilungen und Geschäftsbereiche ins Ausland verlegen, könnten sie mit einer Strafsteuer belegt werden.

Die Bundesregierung plant im Zuge der Unternehmenssteuerreform eine Steuer auf Jobverlagerungen und Know-how-Transfer ins Ausland – für IT- und andere Branchen. Die Pläne gehen aus einem vertraulichen Entwurf des Bundesfinanzministeriums hervor, der an die Finanzbehörden der Länder ging.

Demnach sollen Unternehmen künftig bei Produktionsverlagerungen über die Grenze, bei der Ausleihe deutschen Personals in Niedrigsteuergebiete, bei der Übertragung von Patenten und Produktionsverfahren an Auslandstöchter die Sondersteuer zahlen, berichtet der Spiegel heute.

Eine Sprecherin des Finanzministeriums bestätigte die Pläne im Grundsatz, wandte sich aber gegen die Bezeichnung “Strafsteuer”. Es gehe um Anreize, Erlöse in Deutschland zu versteuern. Es sei “misslich”, wenn Patentkosten in Deutschland geltend gemacht, Erträge aber im Ausland versteuert würden. Wie hoch die Bestrafung jeweils ausfallen könnte, wurde noch geheimgehalten. (rm)

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