Neue Fraunhofer Studie
Videokonferenzen effizienter als Meetings

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Büroarbeiter vergeuden viel Zeit mit Konferenzen. Die Meetings beanspruchen durchschnittlich eine Stunde plus 30 Minuten für Vor- und Nachbereitung. Online-Konferenzen dauern nur halb so lang. Das sind die Ergebnisse der Fraunhofer-Studie E-Work II.

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Persönliche Treffen gehören bei 90 Prozent der Mitarbeiter zum Arbeitsalltag. An Videokonferenzen nimmt nicht einmal jeder Zehnte regelmäßig teil. Obwohl virtuelle Meetings als wirksamer eingeschätzt werden, wünschen sich die Studienteilnehmer mehr Kommunikation von Angesicht zu Angesicht: Jeder Fünfte würde seine Kollegen gern häufiger persönlich treffen, doch nur 16 Prozent möchten öfter an Videokonferenzen teilnehmen. Das sind die wichtigsten Ergebnisse der Studie E-Work II des Fraunhofer Instituts (IAO).

IT-Ausstattung nur befriedigend
Als einen Grund für die geringe Nutzung von Videokonferenzen sieht Alexander Greisle, Studienleiter am IAO, die IT-Ausstattung am Arbeitsplatz. Sie wird von den Befragten wie im Jahr 2003 nur als befriedigend eingestuft.

Daraus schlussfolgert Christian Obermayr, Information Worker Audience Manager bei Microsoft Deutschland, dass die Befragten zwar moderneres Equipment besitzen. Im Arbeitsalltag könnten sie jedoch nur gerade so mit dem technischen Fortschritt mithalten.

Einer der Auftraggeber der Fraunhofer-Studie ist Microsoft. Bei künftigen Produkten will der Software-Gigant besonders die nahtlose Integration in bestehende IT-Umgebungen verbessern. Die Ergebnisse der Studie sollen diese Strategie untermauern.


Videokonferenz mit Tischkamera

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Im kommenden Office Communications Server 2007 soll dies bereits umgesetzt sein: Die Software erkennt mithilfe des Windows Messenger welche Mitarbeiter anwesend sind. In den Programmen von Office 2007 wird dann angezeigt, welche Anwender online sind. In Outlook erkennt der User, ob der gewünschte Gesprächspartner am Arbeitsplatz ist. Dann kann er ihn per Mausklick kontaktieren oder zu einer Videokonferenz mit Microsoft Office RoundTable einladen. Diese 360-Grad-Kamera mit automatischer Sprechererkennung wurde für Videokonferenzen entwickelt. Die Tisch-Kamera muss lediglich an einen PC mit Office Communications Server angeschlossen werden. Office RoundTable soll Mitte 2007 erhältlich sein.
Für die Studie hat das Stuttgarter Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) 1118 Internet-Nutzer interviewt. (smk/bwi)