Adware-Anbieter Zango wird bestraft

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Die US-Handelsbehörde FTC hat das umstrittene Softwarehaus wegen des Einschmuggelns von Adware auf amerikanischen Rechnern zur Zahlung von 3 Millionen Dollar verdonnert.

Das “Center for Democracy and Technology” (kurz CDT) hatte im Januar bei der Federal Trade Commission eine Beschwerde gegen Zango eingereicht, weil die klammheimlich auf 20 Millionen PCs Adware installiert hatten. Folge: Der Anbieter muss für seine illegalen Aktivitäten nun einen Strafzettel von umgerechnet 2,4 Millionen Euro begleichen, berichtete am Sonnabend The Inquirer.

“Die Computer der Konsumenten gehören ihnen, sie sollten keine Inhalte akzeptieren müssen, die sie nicht wollen”, begründete Lydia Parnes, Chefin des Verbraucherschutzbüros der FTC, das Strafurteil. “Es verstößt gegen Bundesgesetze, heimlich Software zu installieren, die Konsumenten Pop-Ups aufzwingt, die ihre Computernutzung unterbrechen.”

Noch bis September nannte sich Zango übrigens 180solutions. Die Adware schlich sich im Schlepptau von kostenlosen Spielen, Bildschirmschonern und Filesharing-Tools ein. Im Anschluss wurde die Netzwerkverbindung des Kunden überwacht und er regelmäßig mit Pop-Up-Werbung bedacht. Die FTC warf der Firma vor, es absichtlich erschwert zu haben, die parasitäre Software ausfindig zu machen und zu entfernen. (bk/rm)

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